Grüne Branche

Verbundprojekt ZINEG sucht das Null-Energiehaus

Noch im Mai dieses Jahres soll das so genannte ZINEG-Projekt starten. Es bedeutet: Zukunftsinitiative Niedrigenergie-Gewächshaus und will in einem Verbundvorhaben den Verbrauch fossiler Energie und die Kohlendioxyd-Emissionen möglichst auf Null reduzieren. Für die ersten fünf Jahre dieses Großprojektes stehen insgesamt 8,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Gelder kommen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und der Rentenbank. Das Vorhaben wird weiterhin vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert und von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung betreut. Die Leibniz Universität Hannover, Fachgebiet Biosystem und Gartenbautechnik, koordiniert dieses Verbundprojekt. Mit dabei sind aber auch viele andere namhafte Forschungseinrichtungen und Versuchanstalten.

Wichtigstes Ziel ist, den Energieverbrauch zu senken, um mindestens 90 Prozent, beschreibt Professor Dr. Hans-Jürgen Tantau (Uni Hannover) das ehrgeizige Projekt. Den verbleibenden Energiebedarf sollen regenerative Energien decken. Es gibt inzwischen zahlreiche Ansätze, um den Energieverbrauch zu senken und regenerative Energieträger zu nutzen, sagte er bei der Tagung der Gesellschaft für Kunststoffe im Landbau (GKL) in Straelen. "Das alles muss man kombinieren, ohne dass dadurch Produktionseinschränkungen oder andere Nachteile entstehen." An den verschiedenen Standorten werden unterschiedliche Konzepte entwickelt und untersucht, dabei sind auch zahlreiche Gewächshaus-Neubauten vorgesehen, allein im hannoverschen Projektteil für rund 2,2 Millionen Euro. Der Beitrag in der TASPO nennt daneben weitere Einzelheiten, wo welche Versuchsgewächshäuser entstehen sollen.