Grüne Branche

Verkaufsstart für „tränenfreie“ Zwiebeln

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Zwiebelschneiden ohne Tränen: Das japanische Unternehmen House Foods Group, ansässig in Tokio, hat zwei Jahrzehnte lang an der Züchtung von „Smile Ball“ gearbeitet. Nun steht die Zwiebel, die nach Nashi Birnen oder auch Äpfeln schmecken soll, vor dem Verkaufsstart.

Japanische Forscher beschossen Zwiebeln mit Strahlungsionen und hemmten so tränentreibende Enzyme.

Wissenschaftler hemmen tränentreibendes Enzym in Zwiebeln

Die Züchtung basiert auf einer 2002 von Wissenschaftlern der House Foods Group vorgetragenen These: Tränen erzeugende Enzyme können geschwächt werden, ohne dass die Zwiebel an Geschmack oder Nährwert verliert. Die Forscher unterdrückten die Produktion von Propanthial-S-oxid, indem sie Knollen mit Strahlungsionen beschossen. In der Folge zeigte sich das Gemüse weniger scharf.

Eine erste Testlieferung für den japanischen Markt, runde sechs Tonnen schwer, war in kürzester Zeit vergriffen. Doch die Tränenfreiheit hat ihren Preis. Das Gemüse soll doppelt so teuer sein wie herkömmliche Zwiebeln.