Grüne Branche

Verkehrssicherung und Baumkontrolle im Privatwald

Das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zur Verkehrssicherung im Wald schließt die Haftung des Waldbesitzers für waldtypische Gefahren auf den eigenen Waldflächen grundsätzlich aus (Bundesgerichtshof Karlsruhe, Urteil vom 02.10.2012, Aktenzeichen: VI ZR 311/11). 

Baumkontrolle und -markierung.

In welchen Fällen bleibt eine Baumkontrolle erforderlich?
Eine erweiterte Verkehrssicherungspflicht ergibt sich beispielsweise an öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen, Parkplätzen, Waldrändern an Wohngrundstücken, Gutspark-Anlagen und so weiter; hier gilt der in § 14 Abs. 1 Bundeswaldgesetz enthaltene Haftungsausschluss für waldtypische Gefahren nicht, da die Bäume hier über den eigentlichen Waldbestand hinaus „nach außen“ wirken. Das gilt ebenfalls für Waldbäume an Eisenbahnlinien und anderen schienengebundenen Verkehrsstrecken.

Zur Überprüfung der Verkehrssicherheit, zur Ermittlung von Schäden und ggf. zur Feststellung von Sicherungs- und Pflegemaßnahmen sind in diesen Bereichen Baumkontrollen durchzuführen.

Grundsätzlich sollen alle vom „Verkehrsgeschehen“ betroffenen Bäume einer regelmäßigen Sichtkontrolle durch eine fachlich qualifizierte Inaugenscheinnahme vom Boden aus unterzogen werden (sogenannte Regelkontrolle). Die Ergebnisse sind zu dokumentieren. Veränderungen sind durch Vergleiche mit vorangegangenen Kontrollen auf dem Baumkontrollbogen zu beurteilen.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet Kunden und interessierten Waldbesitzern die Baumkontrolle nach den Richtlinien der "Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau  (FLL)“ als Dienstleistung an.Dafür wurden erfahrene Mitarbeiter entsprechend geschult und sind als "FLL zertifizierte Baumkontrolleure" in ganz Niedersachsen tätig.

In dem beigefügten Flyer der Landwirtschaftskammer sind Antworten auf diese Fragestellungen zusammengefasst.

Mehr auch unter www.lwk-niedersachsen.de