Grüne Branche

Verleiht Pflanzen Flügel: Biologisch Organisch-mineralische Düngermittelreihe auf Malzkeimbasis

In Fachkreisen ist „Bionta“ als Kartoffelsorte ein Begriff. Unter gleichem Namen ist jetzt neu eine organisch-mineralische Düngemittelreihe der Lawn & Green Culture International GmbH erhältlich. Der Bio-Düngemittelspezialist mit Sitz in Katzenelnbogen stellt Dünger auf Malzkeimbasis her, der die Pflanzenaufzucht und -erhaltung revolutionieren soll. 

Lars Gather mit stecklingsvermehrtem Salbei. Werkfoto

Malzkeime haben es laut Hersteller in sich: Sie enthalten sämtliche Nährstoffe, die eine Pflanze zum Gedeihen braucht. „Unser Bio-Dünger auf Malzkeimbasis gibt den richtigen Anschub und lässt Spaß beim Gärtnern aufkommen“, betont Lawn & Green-Geschäftsführer Hagen Joachim Holtz. „Ob Sämlinge, Jungpflanzen, ausgewachsene Bäume oder Rasen, in unserem Bio-Düngerrepertoire befindet sich immer das Passende.“

Das kann auch Lars Gather aus eigener Erfahrung bestätigen. Der Inhaber der Firma „… natürlich pflanzlich!“ ist beratend im elterlichen Betrieb „Gather Gartenbau“ in Tönisvorst tätig und betreut dort unter anderem die Biotopfkräuterproduktion (Aussaat- und stecklingsvermehrte Kräuter). Seit Oktober laufen Tests mit Malzkeimdüngern, die mit Mykorrhiza versetzt sind. „Die Keimzeit bei Verwendung besonders der Mykorrhiza-Variante ,Symbionta Organic Royal Universal‘ hat sich deutlich verkürzt, der Dünger zieht ein vorher so noch nie da gewesenes, kräftiges Wurzelbild nach sich“, erläutert Lars Gather.

Die Pflanzen nehmen laut Anbieter den Dünger schnell auf und haben einen stabilen, kompakten Aufbau. Er ist besonders geruchsarm, dadurch hat er sich als angenehm in der Verarbeitung herausgestellt. Hinzu kommt, dass er Trauermücken fernhält, die ansonsten dem Biobetrieb sehr zu schaffen machen. Ganz gleich, ob auf Matten-, Tropf- oder Ebbe-Flut-Bewässerung kultiviert wird, die positiven Effekte seien durchweg gleich, so Gather.

Der natürliche, vornehmlich aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehende Lawn & Green-Dünger ist besonders sparsam im Verbrauch. Dadurch rechnet es sich auch für Landwirte, die Malzkörner einsetzen, um ihren Neueinsaaten einen besonderen Anschub zu verleihen. „Basierend auf einem gesunden Mix von Naturmineralien, Bodenbakterien anregenden Stoffen sowie einem möglichst naturkonformem Dünger kommt die Erde in ein stabiles Gleichgewicht“, weiß Holtz aus diversen Testreihen bei Landwirtschafts-, Gartenbau- und Forstbetrieben zu berichten. „Alle Bodenbakterien arbeiten dabei harmonisch miteinander, davon profitiert automatisch auch die Pflanze.“

Bei Sport- und Golfrasen beispielsweise erhöhe der Malzkeim-Dünger die Scherfestigkeit, Wildkräuterbefall geht auffällig zurück, und selbst der Wasserverbrauch lässt sich – so die Testergebnisse – um mindestens 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Methoden reduzieren. Der Dünger, der in drei Varianten außerdem über eine Zulassung vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) verfügt, sei für die Sportler vollkommen unbedenklich. (ts)