Grüne Branche

Verpackung aus Holz hygienischer?

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Immer wieder tauchen während der Corona-Pandemie Fragen auf, wie lange Viren auf welchen Untergründen überleben können. Gerade bei Lebensmittelverpackungen eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO habe Holz hier die Nase vorn.

Gelten als relativ 'virensicher', Verpackungen aus Holz für Obst und Gemüse. Foto: Ulrike Leone / Pixabay

Viren bleiben auf Holz 12 Stunden überlebensfähig

Verpackungen aus Holz können im Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus‘ zukünftig an Bedeutung gewinnen. Das bestätigt eine Studie der WHO, laut der Viren auf einer Holzoberfläche bis zu 12 Stunden am Leben bleiben können. Anders sieht es da bei anderen Materialien aus. Auf Kunststoff, Edelstahl, Glas und Mauerwerk können Erreger nachweislich bis zu 96 Stunden vermehrbar bleiben. „Damit bestätigt Holz abermals, dass es nicht nur über einen wirksamen Schutz vor Bakterien verfügt, sondern generell hervorragende natürliche Hygieneeigenschaften besitzt“, erklärt Uwe Groll, Geschäftsführer des GROW Verein für umweltfreundliche Holzverpackungen.

Erste Daten zu Coronaviren auf Holzoberflächen

Die WHO habe unterdessen auch besonders zum Thema Coronaviren auf Holzoberflächen erste Daten gesammelt und publiziert. Zusammenfassend könne festgestellt werden, dass Holzoberflächen vergleichsweise „virensicher“ sind. Dies hänge vor allem mit der Mikrostruktur des Holzes und den vorhandenen antimikrobiellen Substanzen im Holz zusammen. Dabei erweise sich die poröse Oberfläche erneut als Vorteil gegenüber anderen vermeintlich leicht zu reinigenden Oberflächen aus anderen Materialien, wie eben Kunststoffe und Metalle. Die Hersteller von GROW Deutschland seien zudem verpflichtet, nur Verpackungen auszuliefern, die mindestens einen Tag keinen unmittelbaren Personenkontakt hatten.

Ausreichende Versorgung mit Holzsteigen für Obst und Gemüse

Unterdessen habe die Krise aber auch die Verpackungsbranche voll im Griff. Im Vordergrund stehen dabei Maßnahmen zum Schutz des Verbrauchers. Die Hersteller von Holzsteigen haben beispielsweise umfassende interne Hygienemaßnahmen getroffen, wie regelmäßiges Händewaschen und Desinfektion, interne Abstandsregelungen in Produktion und Verwaltung sowie bedarfsweises Tragen von Mundschutz. Die GROW-Mitglieder seien mit Schutzausrüstung aktuell ausreichend bevorratet. Dabei sind die Betriebe schnell und flexibel genug, um die regionale Versorgung mit Holzsteigen für Obst und Gemüse sicher zu stellen. „Als Partner der Landwirtschaft hoffen wir, dass die Frage der fehlenden Erntehelfer politisch schnell gelöst wird und damit eine Ernte und Versorgung der Bevölkerung in diesen schwierigen Zeiten möglich ist. Wir werden gerne dafür sorgen, dass die Ware dann auch gesund und sicher verpackt in die Verkaufsauslagen kommt“, erläuterte Uwe Groll.

Weitere Nachrichten zur Corona-Krise finden Sie unter dem Newstag „Coronavirus“.

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