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Versicherungen: Existenzschutz in der Quarantänezone

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In einem Wohngebiet wird ein gefährlicher Quarantäneschädling entdeckt. Um seine Ausbreitung zu verhindern, errichtet die zuständige Behörde eine großräumige Sperrzone. Der innerhalb dieser Zone befindliche Gartenbau-Betrieb darf vermutlich ab diesem Moment keine Ware mehr ausliefern – eine existenzbedrohende Situation. Für diesen Fall bietet die Münchener & Magdeburger Agrar eine Versicherung an.

Werden Quarantäneschädlinge wie der Asiatische Laubholzbockkäfer gefunden, kann das für Gartenbau-Betriebe innerhalb der behördlichen Sperrzone fatale wirtschaftliche Konsequenzen haben. Foto: clautopdia/Fotolia

Schutz sichert Liquidität des betroffenen Gartenbau-Betriebs

Der Schutz vor Quarantäneschädlingen sichert bei einer behördlichen Sperre die Liquidität des betroffenen Gartenbau-Betriebs. Denn auch wenn im Unternehmen selbst kein Schädling gefunden wird, dürfen Gärtnereien innerhalb der Quarantänezone in der Regel keine Waren mehr ausliefern.  Das heißt: keine Gewinne, aber weiterhin laufende Kosten wie Lohnzahlungen und das möglicherweise über mehrere Wochen und Monate hinweg.

Für die Versicherung zum Ausgleich von Ertragsschäden in Sperrzonen spielt es dabei „keine Rolle, ob die Sperre auf einen Verdacht folgt oder auf einen tatsächlichen Schädlingsfund“, erklärt David Rosenbach, Experte für die Pflanzen- und Waldversicherung der Münchener & Magdeburger Agrar. Versicherbar sind alle Arten von Gartenbau-Betrieben, auch Baumschulen.

Alle Schädlinge der EPPO A1/A2-Listen eingeschlossen

Wie der Spezialist für Agrarversicherungen erläutert, wurde das Angebot gemeinsam mit dem Zentralverband Gartenbau speziell für die Zielgruppe der Gartenbau-Betriebe entwickelt. Der Schutz sei umfassend: Nicht nur die aktuell bekanntesten Schadorganismen wie Xylella fastidiosa, der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) und Zitrusbockkäfer (CLB) sind eingeschlossen, sondern alle auf den EPPO A1/A2-Listen aufgeführten Organismen.

Die Versicherung leistet pauschal für jeden Sperrtag, abhängig vom individuellen Umsatz des versicherten Gartenbau-Betriebs. Selbstbehalt und Entschädigungsdauer wählt der Kunde je nach persönlichen Bedürfnissen. Ist der eigene Betrieb von einem Schädling befallen, können auf den Besitzer weitere Kosten für Reinigung und Entsorgung hinzukommen. Diese Kosten lassen sich (bis 10.000 Euro) über einen Zusatzbaustein absichern.

Unterschätztes Risiko im Gartenbau: Ausbruch einer Tierseuche

Bislang oft unterschätzt: die Folgen eines Tierseuchenausbruchs für Gartenbau-Betriebe. Wird ein totes Wildschwein gefunden, bei dem der Erreger der Afrikanischen Schweinepest nachweisbar ist, kann die zuständige Behörde auch in diesem Fall eine Sperrzone verhängen. Für den Betrieb innerhalb dieser Zone hat das die gleichen Folgen wie die Sperrung nach der Entdeckung eines Schädlings, der Verkauf kann untersagt werden.

Die Münchener & Magdeburger Agrar sichert auch gegen diese Gefahr mit dem Zusatzbaustein „ASP-Afrikanische Schweinepest“ ab. Kunden erhalten dieselben Leistungen wie während der Sperrung aufgrund von Schadorganismen.

Dieser Beitrag ist Teil des TASPO extra Versicherungen in der TASPO 26/2019, die Sie in unserem Online-Shop abrufen können.