Grüne Branche

Versteigerung: FloraHolland will Pflanzenuhren ankurbeln

Das Projekt zum Ankurbeln der Versteigerungsuhren für Topf- und Gartenpflanzen treibt FloraHolland weiter voran. Der Vermarkter will die Situation vor Ort verbessern, die Funktionsweise weiterentwickeln, die Tribünen renovieren, modernisieren sowie technisch verändern. Dazu ist die Versteigerung auch auf der Suche nach Alternativen, so ein FloraHolland-Sprecher auf Anfrage der TASPO. 

Wie bei den Schnittblumentribünen soll auch bei Pflanzen modernisiert werden. Foto: FloraHolland

Betroffen sind die vier Pflanzenversteigerungsuhren am Standort Aalsmeer auf der Tribüne G. In Bezug auf die technische Infrastruktur der Tribüne G seien im Moment bestimmte Komponenten eingesetzt, die kurzfristig nicht mehr verfügbar sein werden. Insbesondere die entsprechende Software werde nicht mehr lange verfügbar sein.

Versteigerungsuhren von FloraHolland nicht mehr zukunftssicher

Damit sind die Versteigerungsuhren nicht mehr zukunftssicher, und bis spätestens Mitte 2016 müsse etwas geschehen, so FloraHolland weiter, um die Tribüne wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen. Hier sei man intensiv mit Anlieferern und Kunden auf der Suche nach Alternativen.

Betroffen sind in Aalsmeer Topflanzen im Volumen von 188 Millionen Stück oder 218 Millionen Euro Umsatz. Gartenpflanzen kommen vor die Uhr in Aalsmeer mit 95 Millionen Stück und einem Umsatz von 66 Millionen Euro, nach Zahlen aus dem Jahr 2013.

Neuerungen sollen zur besseren Preisbildung beitragen

Die geplanten Neuerungen sollen zur besseren Preisbildung beitragen, die Kaufkraft und das Angebot an den Pflanzenuhren stärken. Neben dem Erneuern der technischen Infrastruktur von Tribüne G, die eine erhebliche Investition erfordert, soll sie auf jeden Fall renoviert werden. Dazu wird zeitweilig die Tribüne F für die Versteigerung von Pflanzen mittels Live-Videobildern genutzt.

Seit März ist der Uhrenvorverkauf für Topf- und Gartenpflanzen in FloraMondo, der Online-Handelsplattform von FloraHolland, verfügbar. Die Sicherheit, dass Kunden kleine Partien zu einem garantierten Festpreis mit geringen Logistikkosten kaufen können, funktioniere bereits bei den Schnittblumen ganz gut.

CC-Versteigerungen werden vereinheitlicht

Weiterhin soll eine stabile Preisbildung vorangetrieben werden. Die jetzige Vorgehensweise für die CC-Versteigerung erfülle nicht die Verkaufserwartungen von Gärtnern und Kunden. Aufgrund einer Umfrage werde die Vorgehensweise für CC-Versteigerungen an allen Pflanzenuhren in Aalsmeer und Naaldwijk vereinheitlicht.

CC-Container und Stapelwagen werden seit Anfang April in den regulären Versteigerungsgruppen nicht nacheinander, sondern abwechselnd versteigert, wodurch die Preisbildung von der Nachfrage aus dem Markt abhängig ist und nicht von der Versteigerungsposition. (fri)

Mehr zu diesem und weiteren Pilotprojekten von FloraHolland zur stabileren Preisbildung lesen Sie in der TASPO 18/2015.