Grüne Branche

Versteigerungen: Ende in Sicht für traditionelle Uhr

Tribünen abbauen und Versteigerungen zu logistischen Handelszentren umbauen, vor allem mit direkten Warenströmen: Herman de Boon sieht das Ende der traditionellen Versteigerung in Sicht. Der Vorsitzende der VGB (Vereniging van Groothandelaren in Bloemkwekerijprodukten) unterstrich bei der Versammlung der VGB-Mitglieder, dass die Auktionen mit echten Blumen und Pflanzen zunehmend durch elektronischen Handelssysteme und Absatzwege, von denen Produzenten ebenso wie Händler profitieren, ersetzt werden müssten.

Digitale Techniken machten die Anwesenheit im Versteigerungssaal überflüssig. De Boon sieht in zehn Jahren rund 65 Prozent der Transaktionen über den direkten Absatz laufen und den Rest per virtuellem Verkauf an der Uhr. So werde es zunächst noch einen auf die Uhr ausgerichteten virtuellen Marktplatz geben, doch kommen immer mehr Web-Shops von Produzenten und Händlern hinzu. Die Bedeutung der Uhr verschwindet immer mehr. De Boon möchte eine gemeinschaftlich entwickelte, einheitliche virtuelle Handelsplattform im Netz für alle Marktteilnehmer, Gärtner, Händler und Versteigerung. (fri)