Grüne Branche

Versteigerungen: Preise bis unter 80 Cent gesunken

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2004 auf rund 84 Hektar Azaleen angebaut, 2000 waren es noch mehr als 104 Hektar, so die Erhebungen der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in Bonn. Rund die Hälfte dieser Flächen lag in Nordrhein-Westfalen. Die schlechte Ertrags- und Absatzsituation dürfte ausschlaggebend für die negative Produktionsentwicklung gewesen sein, so Richard Niehues von der ZMP. So sank der Durchschnittserlös bei Azaleen an den niederländischen Versteigerungen von 2001 bis 2004 deutlich. Eine Erholung der Durchschnittspreise in den Jahren 2005 und 2006 begründet sich nicht nur durch eine stark gesunkene Absatzmenge, sondern auch durch eine Veränderung der Zusammensetzung des Sortiments mit mehr höherwertigen Produkten. Bei steigenden Anliefermengen sank der Durchschnittspreis bei Azaleen im Jahr 2007 wiederum deutlich. In Deutschland fielen 2007 die Durchschnittspreise je Pflanze an der Topfpflanzenversteigerung in einigen Wochen sogar unter 80 Cent. Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre waren Azaleen noch die wichtigste blühende Zimmerpflanze in Deutschland, heute stehen sie nur noch auf Platz vier der Liste. 2002 kamen Azaleen auf einen fast gleich hohen Anteil wie Cyclamen und hatten einen deutlichen Vorsprung auf den fünften Rang. Inzwischen ergibt sich ein deutlicher Abstand zu Cyclamen.