Grüne Branche

Video: Aktuelles vom Ökologischen Tomatentag 2020

, erstellt von

Neue Tomaten-Sorten mit hoher Feldresistenz gegen Phytophthora, Aktuelles rund um das ökologische Freilandtomaten-Projekt und Neuigkeiten zum Jordan-Virus wurden dieses Jahr auf dem Tomatentag thematisiert. Besonders für Jungpflanzen-Betriebe soll die Produktion neuer ökologischer Tomaten-Sorten interessant sein.

Feldresistenz gegen Phytophthora soll die Tomaten-Sorte ‘Resibella’ bieten. Foto: Christoph Geißler

Tomatentag im Rahmen des ökologischen Freilandtomaten-Projekts

Im Rahmen des ökologischen Freilandtomaten-Projekts fand am 4. September im südlich von Bremen gelegenen Westen bei Dörverden der Tomatentag 2020 statt. Als Veranstaltungsort diente die seit 1985 Bioland zertifizierte LohmannsHof Gärtnerei. Etwa 25 Tomaten-Experten trafen sich, um Züchtungsfortschritte und Pflanzenschutz-Themen rund um ökologische Freilandtomaten zu besprechen.

Ganze Reihe von Tomaten-Sorten neu verfügbar gemacht

Leiter des ökologischen Freilandtomaten-Projekts ist Dr. Bernd Horneburg, Fachgebiet Ökologische Pflanzenzüchtung und Agrarbiodiversität der Universität Kassel. „Das Projekt wurde ab 2003 bundesweit aktiv, seitdem konnten wir bereits sehr viel methodisches Vorgehen ausprobieren und ein Netzwerk etablieren. Dazu haben wir eine ganze Reihe von Sorten neu verfügbar gemacht“, so Horneburg. Um neue Sorten auf den Markt zu bringen, evaluiert das Projekt Standardsorten, welche vielerorts im Freiland angebaut werden und vergleicht diese mit aktuellen, neuen Zuchtlinien des partizipativen Zuchtprogrammes. Das Projekt sei weiterhin offen für neue Teilnehmer.

‘Resi’ wichtige Zuchtsorte für das Projekt

Die ersten Sorten, die das ökologische Freilandtomaten-Projekt öffentlich verfügbar gemacht hat, waren sogenannte Wildtomaten wie ‘Rote Murmel’ und ‘Golden Currant’, welche robust seien und vieltriebig gezogen werden können. Die Cocktailtomate ‘Sunviva’ hat laut Horneburg auch eine gewisse internationale Relevanz erreicht, als weltweit erste Sorte mit Open-Source-Saatgutlizenz. Besonders für Familien mit Kindern seien diese Sorten interessant – es entsteht kein großer Schaden, wenn mal ein Trieb abgebrochen wird. Eine wichtige Zuchtsorte für das Projekt ist ‘Resi’, eine Tomate mit gutem Aroma und mittlerer Phytophthora-Feldresistenz, aber geringer Produktivität. Von ‘Resi’ abgeleitet wurden neue Sorten wie ‘Resibella’ oder ‘Resigrande’, welche größere Früchte bieten – auf dem höchsten aktuellen Stand der Feldresistenz gegen Phytophthora.

Mehr zum Tomatentag 2020, dem ökologischen Freilandtomaten-Projekt und dem Jordan-Virus erfahren Sie in unserem Video:

Cookie-Popup anzeigen