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Video: Aquaponik im Biologie-Unterricht

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Fortschrittlich: In Finnland lernen Kinder schon von klein auf moderne Systeme zur Pflanzen- und Lebensmittel-Produktion kennen. Eine Grundschule in Espoo etwa setzt im Fach Biologie auf praktischen Anschauungsunterricht und hat eigens eine Aquaponik-Anlage für die Schüler aufgebaut.

Durch die Aquaponik-Anlage lernen finnische Grundschüler ein geschlossenes Kreislauf-System anschaulich kennen. Foto: Valoya

Der Mix aus vertikaler Pflanzen-Farm und Aquarium macht es für die Kinder – die für die laufende Pflege der High-Tech-Farm im Kleinformat verantwortlich sind – möglich, ein geschlossenes System mit eigenen Augen zu beobachten und so den biologischen Kreislauf anschaulich kennenzulernen.

Aquaponik: Pflanzen und Fische profitieren voneinander

Die Aquaponik-Anlage in der finnischen Grundschule ist so aufgebaut, dass die Pflanzen in der vertikalen „Farm“ automatisch mit dem Wasser aus dem unmittelbar daneben stehenden Aquarium versorgt werden. Dieses ist mit den Fisch-Fäkalien „angereichert“ und liefert für die Pflanzen so wichtige Nährstoffe. Nachdem die Pflanzen den natürlichen Dünger herausgefiltert und das Wasser gereinigt haben, fließt es wieder zurück in das Aquarium.

Um das Pflanzen-Wachstum zusätzlich zu unterstützen, ist die Aquaponik-Anlage mit einem LED-Beleuchtungssystem des finnischen Herstellers Valoya ausgerüstet, das auch bei mehreren Forschungsinstituten, in der Landwirtschaft und im Gartenbau zum Einsatz kommt – so zum Beispiel in der in Hamburg ansässigen vertikalen Stadtfarm „Farmers Cut“.