Grüne Branche

Viva Balkonia 2008: Die Einzelhandelsgärtner starten in dieser Saison mit neuer Kampagne

So frisch wie noch nie präsentiert sich die Werbekampagne Viva Balkonia in diesem Jahr. Reiner Höpken stellte einige der neuen Werbeträger bei der Fachgruppentagung der Einzelhandelsgärtner Nordrhein-Westfalen in Dorsten vor. Es ist eine ganz neue Geschichte, vor allem sehr konsequent aus der Kundensicht heraus entstanden, sagte der Vorsitzende der rheinischen Einzelhandelsgärtner. "Eine gelungene runde Sache, die mit vielen Emotionen die Kunden begeistern kann." Nach zehn Jahren Laufzeit war jetzt eine neue Werbeagentur beauftragt worden, um eine neue Herangehensweise und auch eine neue Optik in die Kampagne zu bekommen. "Sicherlich haben wir mit diesem Konzept Neuland betreten", sagte Höpken. "Das mag für viele überraschend, vielleicht auch zunächst gewöhnungsbedürftig sein." Wichtig ist jetzt das Gesamtkonzept, die Einheit des Auftritts. Es schafft eine Klammer, so dass einzelne Aktionen nicht nebeneinanderher laufen, sondern alle unter dieser Klammer miteinander vernetzt und verwoben sind. Die Kunden können jede einzelne Aktion als Teil eines großen Ganzen wahrnehmen. Dadurch werde die Fachkompetenz des Betriebes herausgestellt und gegenüber der Konkurrenz, die eher auf den Preiskampf abzielt, abgegrenzt. Mit viel Charme und Emotionen stellt die Kampagne die Fähigkeiten des Fachbetriebes in den Vordergrund. Die Liebe zur Pflanze, die Sorgfalt und Qualität sowie eine kompetente Beratung. Höpken beschrieb beide Teile der Kampagne, welche die Betriebe einzeln oder auch gemeinsam nutzen können. Das eine sind die Pflanzen des Jahres und das andere sind die Menschenbilder. Beide sind vor schlichtem weißen Hintergrund gestaltet. So können sich alle Plakate im Geschäft deutlich von ihrer grünen Umgebung abheben. Sie konkurrieren nicht mit den eigentlichen Pflanzen, sondern stellen diese optisch noch heraus. In den Plakatmotiven, die sehr gefühlsbetont daherkommen, finden sich die unterschiedlichsten Menschen wieder. Sie sind modern gestaltet, doch ohne auf kurzlebige Trends zu setzen, wodurch dieser Kampagnenteil auch langfristig genutzt werden soll. "Nichts wirkt mehr auf Menschen als andere Menschen", so Höpken. Sie transportieren ein positives Stimmungsbild. Mit den Pflanzen des Jahres sollen klare Verkaufsimpulse in Richtung Kunde gehen. Es sind Geranien, Dahlien und Brachyscome, die jeweils Signalwirkung bieten, überall verfügbar und sehr vielseitig einsetzbar sind. "Sie sind bewusst so gewählt, dass sie in jedem Betrieb vorhanden sind," sagte er. Dargestellt sind sie in ihrer Schlichtheit, eine einzelne Blüte vor weißem Hintergrund. "Vielleicht für manche gewöhnungsbedürftig", meinte Höpken, "doch gerade das schlichte Design soll die Kunden ansprechen, gefühlsbetont und aus dem Bauch heraus." Und sie sollen nicht mit den lebenden Produkten, mit Pflanzen und Balkonkästen im Betrieb konkurrieren. Zur Verfügung steht eine reichhaltige Palette an Werbemitteln, die sich wie in einem Baukastensystem miteinander kombinieren lassen. Das Spannband gibt es nur im Kampagnenteil Menschen, bei den Pflanzen des Jahres gibt es dafür eine Hissflagge. Alle Werbemittel tragen außerdem das "Grüne G" und auch den Hinweis, "Mitglied im Landesverband Gartenbau". Dies soll die Kunden auf Kompetenz und Seriosität hinweisen und auf die Zuständigkeit eines Fachbetriebes.

Gärtnerei des Jahres in NRW: Anmeldung läuft bis März

Noch bis zum 1. März 2008 können sich Betriebe zum Wettbewerb "Gärtnerei des Jahres 2008 in Nordrhein-Westfalen für einen blühenden Sommer" anmelden. Alle Betriebe mit Direktabsatz und Hauptsitz des Unternehmens in NRW können teilnehmen. Produktionsfläche ist eine Voraussetzung für eine gute Platzierung, sie macht nämlich 20 Prozent der Wertung aus. Zum fünften Mal findet dieser Wettbewerb in NRW statt, jetzt im zweijährigen Turnus. Der Wettbewerb der Landwirtschaftskammer NRW fördert den gesamten Gartenbau, auch und vor allem wegen des großen Medienechos, das er hervorruft. Der Nutzen für die teilnehmenden Betriebe ist vielfältig:

- Der Wettbewerb spornt die Menschen im Betrieb zur Leistungssteigerung an.

- Die öffentliche Prüfung schafft lokale Medienpräsenz zum optimalen Zeitpunkt direkt vor der Saison.

- Die öffentliche Preisverleihung durch den zuständigen Minister schafft ein positives Presseecho für die Siegerbetriebe.

- Durch den Bewertungsbogen werden Stärken und Schwächen des Betriebes deutlich.

Wer teilnehmen will, muss sich schriftlich bis zum 1. März anmelden. Zur Endrundenteilnahme werden acht Betriebe zugelassen. Die Auswahl erfolgt durch Besichtigung und nach Reihenfolge des Bewerbungseingangs. Jeder zugelassene Betrieb erhält eine Teilnahmeurkunde und wird im Internet aufgelistet. Geprüft werden die Betriebe von einer unabhängigen Bewertungskommission, die aus Praktikern, also Gärtnermeistern und Floristmeistern, einer Fachjournalistin und einer Gartenbaureferentin der Kammer besteht. Sie werden die Teilnehmer in der 16. und 17. Kalenderwoche besuchen. Dort wird mit einem vorgegebenen Bewertungsbogen geprüft. Um die Resonanz in den Medien zu vergrößern, können die Teilnehmer ihre Lokalredaktionen aus Zeitung, Radio oder Fernsehen benachrichtigen. Die Landwirtschaftskammer NRW lädt diese dann ein, um den Prüfern über die Schulter zu schauen. Die drei Ersten werden voraussichtlich am 8. Mai im Betrieb des Erstplazierten geehrt. Die Preisverleihung wird der Schirmherr, der Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW, Eckhard Uhlenberg vornehmen.

Informationen gibt es unter www.gaertnerei-des-jahres.de