Grüne Branche

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung

Stefan Pallaske, technischer Leiter der städtischen Friedhöfe in Wilhelmshaven nimmt im folgenden Interview Stellung zu der kürzlich fertig gestellten Gedenkstätte für Seebestattete.

Herr Pallaske, die Gedenkstätte „Seefrieden“ wurde kürzlich in Wilhelmshaven eingeweiht. Sie haben eine eineinhalbjährige Planungsphase bis zur jetzigen Umsetzung hinter sich. Gab es größere Hürden, die erst überwunden werden mussten?

Die eigentliche Schwierigkeit lag in der Auswahl der potenziellen Orte, an denen eine entsprechende Anlage umgesetzt werden konnte. Wir wollten unbedingt den direkten Bezug zum Meer haben, das heißt, der unmittelbare Blick auf das Meer sollte gegeben sein. Gerade aber im Bereich der Deichzone sind entlang der gesamten norddeutschen Küste einige Rechte und Gesetze zu beachten. Da ist der Deichschutz, der Naturschutz und in Wilhelmshaven auch der Denkmalschutz wegen der Kriegsgeschichte zu berücksichtigen. Daneben ist auf Nutzungsberechtigte, Eigentümer oder Betreiber von Flächen einzugehen. Letztendlich haben wir dann noch Kampfmittelverdachtsflächen in Wilhelmshaven, die entsprechender Prüfungen bedürfen.

Haben alle Beteiligten von Anfang an mitgespielt? Im Großen und Ganzen gab es keine Ablehnungen. Wo ich auch das Vorhaben und meine Vorentwürfe vorstellte, traf ich auf Reaktionen von Verständnis bis Begeisterung für die Sache.

Welche Idee steht dahinter und worauf haben Sie bei Ihrem Konzept besonderes Augenmerk gelegt? Wie bereits erwähnt, ein wesentliches Kriterium war der direkte Blick aufs Meer, den wir erzielen wollten. Dabei war von Anfang an meine Vorstellung, dass die Anlage durch Topografie reizvoll gestaltet werden muss, das heißt, je höher der Platz über dem Meer angeordnet werden kann, um so spannender fällt die Gestaltung aus. Mein Bestreben war, dass der Mensch einen Überblick erzielen kann. Der Trost beginnt mit der Orientierung. Trauer kann dann besser ausgelebt werden, wenn man die Nähe des Liebsten oder der Liebsten verspürt und das Gefühl der Nähe ist verbunden mit Sicherheit und Orientierung.

Das vollständige Interview finden Sie in der Oktober-Ausgabe der Friedhofskultur auf Seite 13.