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Von Grabstätten und Stolpersteinen - Eine Geocache-Tour durch Osnabrück

Historische Friedhöfe spiegeln auf ihren Flächen oft Hunderte Jahre Stadtgeschichte – sie sind ideale Orte für eine Entdeckungsreise. Die Geocache-Tour „Von Grabstätten und Stolpersteinen“ entführt in die Geschichte des Nationalsozialismus in Osnabrück. Die Teilnehmer besuchen 19 Orte der Erinnerung in der Stadt.

An Grabstätten, Stolpersteinen* und anderen denkwürdigen Orten erfahren die Teilnehmer anhand von Beispielen, was zur Zeit des Nationalsozialismus in Osnabrück geschah, welche Opfer und welche Täter es gab.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Hochschule Osnabrück werden derzeit unterschiedliche Möglichkeiten zur Folgenutzung von ehemaligen Friedhöfen untersucht. Als Beispiel dienen der Hase- und der Johannisfriedhof, die 1808 eröffnet und bis 1995 für Beisetzungen genutzt wurden. Mit Ablauf des Jahres 2015 sollen sie entwidmet werden. Die beiden Friedhöfe werden für kulturelle Veranstaltungen genutzt, sie dienen der Erholung oder dem Denkmal- oder Naturschutz. Außerdem wird die Möglichkeit erforscht, die beiden Denkmale als Bildungsorte zu nutzen. Innerhalb eines klar begrenzten Raums treffen auf alten Friedhöfen die verschiedensten Dinge aufeinander. Zum Beispiel Symbole, Inschriften, Architektur, Stadtgeschichte und mehr. Vieles davon soll weitervermittelt werden und dazu beitragen, diese „neuen Freiräume“ einer Nutzung zuzuführen, die ihre unterschiedlichen Potenziale mit einbezieht.

So wurde eine Geocache-Tour erarbeitet, die die politische und gesellschaftliche Geschichte Osnabrücks vermittelt und die regionale Geschichte der NS-Zeit zum Inhalt hat. Um die Tour langfristig anbieten zu können, wurde sie gemeinsam mit „Cache4You“ erarbeitet – einem kleinen Betrieb, der Dienstleistungen rund ums Geocaching anbietet.  Lesen Sie mehr dazu in der April-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 18.

Informationen und Buchungsmöglichkeit unter www.cache4you.de und www.hasefriedhof-johannisfriedhof.de