Von Maibeeren und „Anthocyan-Bomben“

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Maibeeren (Lonicera caerulea), sind inzwischen im Angebot vieler Baumschulen angekommen. Vor allem in Osteuropa sind sie sehr beliebt. Die polnische Baumschule Ciepłucha führt zur Zeit 21 Sorten, darunter zwei Bestäubersorten.

Großer Vorteil der Maibeeren ist der sehr frühe Fruchtbeginn: schon im Mai/Juni. Die Blaubeer-ähnlichen Früchte werden oft mit diesen verglichen, können im Geschmack aber meist nicht mithalten. Häberli bietet jedoch mit 'Maitop' und 'Amur' zwei auch geschmacklich befriedigende Sorten an. Acht russische und amerikanische Maibeerensorten hat Jungpflanzen Kordes als „Sibirische Blaubeeren“ im Programm, darunter die wohlschmeckende 'Myberry Sweet'.

Unter dem Namen „Erstbeeren“ vermarktet Lubera amerikanische Selektionen der japanischen Form der Maibeere. Diese stammen aus einem milderen Klima als die bekannteren sibirischen Typen und sind an eine längere Vegetationszeit angepasst. Daher fruchten sie erst einige Wochen später als Maibeeren, behalten aber ihr Laub länger und sind im Garten attraktiver. 'Blue Hokkaido' und 'Blue Pagoda' sollen den Maibeeren auch geschmacklich überlegen sein.

Aronia: Anthocyan-Power
Schon länger bekannt, aber erst in den letzten Jahren prominent geworden ist die Apfelbeere (Aronia melanocarpa/prunifolia). Die schwarz-roten Apfelbeeren erinnern an Vogelbeeren und gehören wie diese zu den Kernobstarten. Erst bei Vollreife sind die etwas bitteren Früchte essbar. Verwendungsschwerpunkt der extrem färbenden Früchte ist die Verarbeitung. Sie sind besonders reich an gesundheitlich wertvollen Pflanzenfarbstoffen, den Anthocyanen. Jungpflanzen Kordes führt mit 'Nero' und 'Viking' eine russische und eine dänische Ertragssorte. Der Strauch der Apfelbeere wird in der Regel 2–3 m hoch und kann auch als kleiner Baum veredelt werden. Die Sorte 'Hugin' bleibt kompakt und soll nur 1–1,5m hoch werden. nas/db

 

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