Grüne Branche

Vorschau IPM 2012: Gramoflor – Nachhaltigkeit als notwendiger Lernprozess

Das Thema Nachhaltigkeit kann nach Meinung des Substratherstellers Gramoflor längst nicht mehr als „Ökothema“ abgetan werden, sondern muss als notwendiger gesamtgesellschaftlicher Lernprozess von allen Beteiligten gleichermaßen intensiv nach vorne gebracht werden. Gartenbau wie Landwirtschaft kommt dabei eine wichtige Rolle zu, denn ein Großteil der heutigen Probleme wie Klimawandel, Ressourcen- und Trinkwasserknappheit und der Verlust an biologischer Vielfalt werden in den kommenden Jahren gerade hier immer verschärfter spürbar werden.

Gramoflor produziert sein Vliestopfsystem gramospeed künftig vollständig selber. Werkfoto

Eine nachhaltige, sozial gerechte und ökologisch verträgliche Wirtschaftsweise könne jedoch nur im engen Zusammenspiel von Politik, Unternehmen und Konsumenten erreicht werden. Dieser Auffassung ist Gramoflor und hat das Thema daher schon vor Jahren fest in seinem Leitbild verankert.

Als Unternehmen mit einer langen Tradition und Kompetenz in der Torfgewinnung und -veredlung zu hochwertigen Qualitätsprodukten sehe Gramoflor seine Aufgabe in diesem Prozess vor allem in einer verantwortungsvollen Bewirtschaftung seiner Hochmoorflächen rund um die Produktionswerke in Norddeutschland und deren nachhaltiger Renaturierung zu artenreichen und ökologisch wertvollen Biotopen. Die degradierten Moorflächen werden nach eigenen Angaben aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen, unter strikter Beachtung der geltenden Naturschutzrichtlinien abgebaut und wieder zu lebenden Mooren entwickelt.

Gramoflor setze seit Jahren bewährte Zuschlagstoffe wie beispielsweise Kokos, Holzfasern, Rindenhumus und Substratkompost ein, um den wertvollen Rohstoff Torf zu „verlängern“ und in seiner Wirkungsweise als Pflanzenmedium zu optimieren. Daneben arbeitet das Unternehmen den Angaben zufolge intensiv an der Erforschung und Entwicklung adäquater Torfersatzstoffe. Hierfür baute das Unternehmen im vergangenen Jahr unter anderem ein modernes Versuchsgewächshaus. Neben der Entwicklung neuer Substrate werden hier nachwachsende Rohstoffe und organische Reststoffe auf ihre Eignung als Zuschlagstoffe und Torfalternativen erforscht – immer mit dem Ziel, intelligente und langfristig sichere Produktlösungen für den Erwerbsgartenbau und den qualitätsorientierten Fachhandel bereitzustellen, so Gramoflor.

Annähernd 20 Biosubstrate für den Erwerbsgartenbau erfüllen laut Gramoflor die Kriterien der EG Öko Verordnung, vier davon sind zudem bei FiBL und InfoXgen registriert. Seit geraumer Zeit widme sich das Unternehmen verstärkt der Entwicklung von Substraten, mit deren Hilfe der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel reduziert werden soll.

Das familiengeführte Traditionsunternehmen vertreibt den Angaben zufolge seine Qualitätssubstrate und Blumenerden in aller Welt, aber die entscheidenden Prozesse werden nach wie vor vom Stammsitz in Norddeutschland aus gesteuert und kontrolliert. Von der eigenen Torfgewinnung rund um die Produktionswerke in Vechta und Vörden bis hin zu Veredlung, Produktentwicklung, Fachberatung und Vermarktung, und nicht zuletzt auch der Renaturierung der bewirtschafteten Moorflächen zu ökologisch wertvollen Biotopen – Gramoflor managt den Angaben zufolge all dies in Eigenregie und gewährleistet seinen Kunden so eine gesicherte Versorgung mit intelligenten Produktlösungen.

Seit Ende 2011 produziert der Substrathersteller nun auch seine Vliestopflinie gramospeed komplett selber. Die eigens hierfür entwickelten Substrate werden mit speziellen nützlichen Mikroorganismen angereichert, um den Entwicklungsprozess der Pflanzen auf natürliche Weise zu unterstützen und eine schnellere Kallus- und Wurzelbildung zu fördern, erklärt Gramoflor.

Kontakt: Gramoflor GmbH & Co. KG, Diepholzer Straße 173, 49377 Vechta, Tel.: 04441–9997–0, E-Mail: info(at)gramoflor.de, Internet: www.gramoflor.de. (ts)
Halle 3.0, Stand 3B45