Grüne Branche

Vorschau IPM 2012: Mediterrane Fruchtpflanzen mit Winterhärte von Häberli

Häberli präsentiert auf der IPM eine Sortimentserweiterung an mediterranen Fruchtpflanzen, die trotz ihrer südlichen Heimat eine gewisse Winterhärte besitzen, so dass man sie in wintermilden Gebieten an geschützten, sonnigen Standorten im Garten auspflanzen kann. 

Erdbeeren, die auf Bäumen wachsen: Corbezzolo, der Erdbeerbaum (Arbutus unedo), ist ein immergrüner Strauch mit erdbeerähnlichen Früchten. Er trägt im Herbst weiße Glöckchenblüten in Rispen, zeitgleich mit den über grün, gelb, orange zu knallrot reifenden runden Beeren bis zwei Zentimetern Durchmesser und weißem, süßlichem Fruchtfleisch. Er bevorzuge durchlässige Böden und wird zwei bis drei Meter hoch, ist langsam wachsend und selbstfruchtbar.

Der Granatapfel ‘Provence’ trägt ab dem dritten oder vierten Jahr gelb-rotschalige Granatäpfel mit fünf bis zehn Zentimetern Durchmesser, im Inneren die Samen mit rotem, süß-säuerlich aromatischen Fruchtfleisch. Die Frucht reift innerhalb von fünf bis sieben Monaten aus sehr großen, kräftig orange gefärbten Blüten. Der Strauch mit hohem Zierwert gedeihe als Kübelpflanze oder ausgepflanzt an geschütztem, vollsonnigem Standort und wird bis eineinhalb Meter hoch.

Die Echte Pistazie ‘Napoletana’ (Pistacia vera) wächst laut Häberli als kleiner Baum an einem sehr sonnigen Standort in gut durchlässigem Boden. Die Pflanze ist langsam wachsend. Erster Ertrag stellt sich ab drei bis vier Jahren nach der Pflanzung ein. Das grüne Nüsschen ist von delikatem Geschmack und Aroma und reich an pflanzlichen Ölen und Fetten, Proteinen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen der B-Gruppe, informiert Häberli. Die Laub abwerfende Pflanze sei robust gegen Krankheiten und Schädlinge. Eingewachsene Pflanzen vertragen kurzzeitig bis minus 15 Grad Celsius, ansonsten gibt man Winterschutz. Ein Halten als Kübelpflanzen mit unproblematischer Überwinterung sei überall möglich.

‘Mora’, die Schwarze Maulbeere (Morus alba var. nigra), trägt über lange Zeit ab Ende Juni bis Anfang August brombeerähnliche Früchte. Die süßen, dunkelviolett-schwarzen, stark färbenden Beeren seien sehr gut geeignet zum Frischessen, Einkochen und Trocknen. Durch Schnitt lasse sich der Baum auf etwa fünf Metern Höhe und vier Metern Durchmesser halten, so dass man ihn mit einem Pflanzabstand von vier bis fünf Metern setzen kann. Er liebt einen vollsonnigen Standort mit nährstoff- und humusreichem, tiefgründigem Boden, empfiehlt Häberli. Durch seine Schnittverträglichkeit lasse sch ‘Mora’ auch als Kübelpflanze halten. Der Baum trägt relativ unscheinbare, weidenkätzchenähnliche, gelbliche Blüten, männlich und weiblich an einem Baum und ist selbstfruchtbar.

Kontakt: Häberli Fruchtpflanzen AG, Stocken, 9315 Neukirch–Egnach, Internet: www.haeberli-beeren.ch. (ts)