Grüne Branche

Waldklimafonds auf Streichliste

Bemühungen um einen nachhaltig stabilen Umbau der Wälder gefährdet.
Der vor zwei Jahren unter zähen Verhandlungen eingerichtete Waldklimafonds steht auf der Streichliste der Bundesregierung. Damit ist die effektive Unterstützung von Maßnahmen für Waldbesitzer, die mit den jetzt schon sichtbaren Folgen des Klimawandels zu kämpfen haben, stark gefährdet. Dazu zählen insbesondere der Umbau zu klimastabilen Laubmischwäldern und die weitere Klimafolgenforschung in Waldökosystemen.

"Wir sind mehr als enttäuscht über die Pläne, die finanziellen Mittel für den Waldklimafonds zusammen zu kürzen oder gar auf Eis zu legen!", so Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins. "Die kurzsichtige Politik der Bundesregierung gefährdet die Möglichkeit, jetzt aktiv und rechtzeitig für den Erhalt der Waldfunktionen zu sorgen."

Der Waldklimafonds wurde von Fachleuten aus der Forstwirtschaft zusammen mit dem Bundeslandwirtschafts- und dem Bundesumweltministerium vor zwei Jahren auf dem Weg gebracht, um die Folgen des Klimawandels für die Waldökosysteme und die Waldbesitzer zu mildern und Strategien und Maßnahmen zur Anpassung der Waldbestände zu unterstützen. Dafür sollten aus den Erlösen des Emissionszertifikatehandels knapp 25 Millionen Euro jährlich im Waldklimafonds zur Verfügung stehen.

"Der Wald und die Forstwirtschaft sind zugleich Opfer und Retter, wenn es um die Auswirkungen des Klimawandels geht", so Wilke, "Gerade vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung noch am vergangenen Montag im Bundeskanzleramt 300 Jahre Nachhaltigkeit ,made in Germany' feierte, ist diese unnachhaltige Politik nicht zu verstehen. Erneut droht dem Wald und den Waldbesitzern ein Schicksal wie zu Zeiten des saueren Regens, wo die Betroffenen mit den Belastungen, die durch die Luftverschmutzung im Wald entstanden, allein gelassen wurden."

Weitere Informationen unter www.forstverein.de/aktuelles