Grüne Branche

Waldschäden durch die Hitzewelle in diesem Sommer

Durch die Hitzewelle dieses Sommers sind laut Alain Paul vom Verband deutscher Forstbaumschulen zum Teil massive Ausfälle auf Wald- und Aufforstungsflächen zu verzeichnen. Oft seien die Schäden noch nicht ganz offensichtlich. Das Ausmaß werde wahrscheinlich erst im Herbst deutlich, so Paul.

Besonders betroffen seien frisch gepflanzte Bäume, daneben auch ein- bis zweijährige Pflanzen. Bei Kahlschlagaufforstungen zeigten sich aufgrund der geringen bis fehlenden Beschattung extreme Auswirkungen. Hohe, lang anhaltende Temperaturen erforderten verstärkte Bewässerungsmaßnahmen in den Forstbaumschulen. Im Waldbestand sei dies nicht möglich gewesen.

In Brandenburg etwa fielen während zwei Monaten unter zehn Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge der Vorjahre. Dazu kamen Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius. Auch an älteren Bäumen zeigen sich Schäden, so Paul, zum Beispiel an hohen Lindenbäumen. Vor allem die Fichte habe es schwer. Ob die Hitze zu Schäden führte, hänge unter anderem vom Humusgehalt des Bodens, der Baumarten sowie der Bodenart am Standort und der Lage des Bestandes ab.

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