Waldzustandserhebung 2022 gestartet

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Die Waldzustandserhebung 2022 hat in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Symbolfoto: Maksim Goncharenok/ Pexels

In Mecklenburg-Vorpommern hat die neues Waldzustandserhebung für das Jahr 2022 begonnen. Bis zum 19. August werden noch wichtige Daten zum aktuellen Gesundheitszustand des Waldes gesammelt.

Besorgniserregender Waldzustand 2021

Der deutsche Wald befindet sich in einem besorgniserregenden Zustand, das ergaben die Waldzustandserhebungen der vergangenen beiden Jahre. In verschiedenen Studien und Forschungen wurde dem Wald zudem ein schlechter Zustand attestiert, demnach seien die Waldverluste bereits größer als ursprünglich angenommen. Besonders Nadelbäume seien betroffen, macht eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) deutlich. Speziell geschultes Personal der Landesforst- und Nationalparkverwaltung Mecklenburg-Vorpommers hat kürzlich mit den Erhebungen neuester Daten begonnen. Aktuell wird demnach der Vitalitätszustand von über 2.500 Bäumen an 105 Stichprobenpunkten aufgenommen.

Nadel- und Blattverlust und Schäden werden aufgenommen

Es wird dabei besonderes Augenmerk auf die Hauptkriterien Nadel- und Blattverlust, die Vergilbung der Nadeln und Blätter sowie Schäden durch Insekten, Pilze und andere Einflüsse gelegt. Durch die Zusammenfassung der Ergebnisse könne ein schneller Überblick über den allgemeinen Gesundheitszustand der Wälder gegeben werden, zudem können Rückschlüsse der Auswirkungen des Klimawandels auf den heimischen Wald gezogen werden. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage des jährlichen Waldzustandsbericht in Mecklenburg-Vorpommern und fließen zudem auch in die Waldzustandserhebung der Bundesregierung und der Europäischen Union ein.

„Überwachung des Waldzustandes ist wichtige Aufgabe“

„Um die vielfältigen Aufgaben unserer Wälder für die Zukunft sichern zu können, müssen wir […] wissen, wie es um sie steht. Die Erhebung und damit ständige Überwachung des Waldzustandes ist daher eine wichtige Aufgabe unserer Forstleute. In Zeiten drastisch zunehmender Witterungsextreme mit all ihren Folgen für das Ökosystem Wald sind die langjährig erhobenen Daten der Waldzustandserhebung von unschätzbarem Wert. So lassen die Ergebnisse Schlüsse auf die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels sowie die zukünftige Eignung einzelner Baumarten zu. Außerdem finden sie unter anderem Eingang in Strategien zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel“, erklärt Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschafts- und Forstminister Dr. Till Backhaus.