Grüne Branche

Wasserkreislauf in der Containerbaumschule – Risiken und Risikovermeidung

Grundwasser ist die Hauptversorgungsquelle für Gießwasser in der Baumschulproduktion. Wenn die Qualität nicht den notwendigen Anforderungen entspricht, zum Beispiel hinsichtlich des Eisen- oder Salzgehaltes, oder nicht genügend Grundwasser zur Verfügung steht, ist das Strecken mit Niederschlagswasser die einfachste Lösung um Abhilfe zu schaffen. Als Kollektorflächen dienen zum geringen Teil Gewächshausdächer, in der Hauptsache aber die Containerkulturflächen. Während Brunnenwasser aus phytosanitärer Sicht unbedenklich ist, ist dies bei aufgefangenem Oberflächenwasser nicht immer der Fall. Durch kranke Pflanzen im Bestand, abgefallenes Laub oder andere Pflanzenteile auf der Kulturfläche können Krankheitserreger verbreitet werden. Gefürchtet sind vor allem Pilze, insbesondere die sich leicht in aquatischen Systemen verbreitenden Phytophthora-Arten. In immer mehr Baumschulen wird daher mittlerweile über den Einsatz einer Wasseraufbereitung nachgedacht. Im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens sind in fünf Baumschulen im Jahr 2003 verschiedene Filteranlagen installiert worden, die jetzt auf Praxistauglichkeit getestet werden. Den Schwerpunkt bilden dabei die Langsamsandfilter, aber auch Lava-Granulat als Filtermedium sowie Pflanzenkläranlagen werden überprüft. Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen TASPO.