Grüne Branche

„Weihenstephaner Modell“ in der Temperaturführung spart Energie

In Wallerstein veranstaltete die Fachgruppe Zierpflanzen/Endverkauf im Bayerischen Gärtnerei-Verband (BGV) am 9. Dezember ihre Wintertagung.

Die Gärtnerei Ritter produziert jedes Jahr über 100.000 Weihnachtssterne. In diesem Jahr zum ersten Mal nach dem „Weihenstephaner Modell“. Diese neue Strategie zur Temperaturregelung ermöglicht beachtliche Energieeinsparungen.

Bei den angereisten Betriebsinhabern und ihren Mitarbeitern stieß diese Einsparmöglichkeit auf großes Interesse ebenso wie die Poinsettien-Sortenausstellung der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim und das kurzweilige Referat zum Thema „Büroorganisation“, berichtet der BGV.

Hans Haas von der Forschungsanstalt für Gartenbau Weihenstephan vermittelte in seinem Vortrag, wie sich mit der neuen Regelstrategie bis zur Hälfte des bisherigen Energiebedarfs einsparen lässt. Und dies, wie sich in den Versuchen der Forschungsanstalt gezeigt hat, nicht nur bei Weihnachtssternen, sondern auch bei Hortensien sowie Beet- und Balkonpflanzen.

Betriebsinhaber Richard Ritter bestätigte, dass die beiden Regelstrategien „Soft Cool Morning“ und „Warm Evening“ auch bei der Produktion seiner Weihnachtssterne zu erheblichen Energieeinsparungen geführt haben. Und das, ohne dass Probleme mit Pilzkrankheiten auftraten.