Grüne Branche

Weihnachtsbäume: Online zu neuen Märkten

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Inzwischen sind Online-Shops auch ein Vertriebsweg für die Produzenten von Weihnachtsbäumen. Allerdings nutzen bisher lediglich ein Prozent aller Anbieter den Internet-Handel. Dabei erschließen sie auf diese Weise neue Käufergruppen, die vorher nicht einmal an den Kauf eines Baums gedacht hätten. Bei den gegebenen Vorzeichen wichtiger denn je.

Weihnachtsbäume: Neue Vertriebskanäle - neue Käufergruppen. Foto: imago

Online-Handel als ergänzender Vertriebskanal

Angela Oelkers und Stephan Mütherich nutzen das Internet bereits seit zwei Jahren als Vertriebskanal für ihre Weihnachtsbäume. „Wir haben selbst gemerkt, dass manche Kunden logistische Probleme haben, und wollten ihnen einfach einen bequemen Weg des Weihnachtsbaumkaufs anbieten“, berichtet Stephan Mütherich im TASPO-Interview. (Das volle Interview lesen Sie morgen in Ausgabe 22/2015 der TASPO).

Doch hat der Online-Verkauf das Zeug, die Nummer eins der Vertriebswege zu werden? „Der Online-Verkauf wird bei uns nie der Hauptabsatzweg werden, aber jetzt können sich die Leute, die ganz woanders wohnen, den Weihnachtsbaum aus der Nordheide nach Hause bestellen“, antwortet Angela Oelkers.  

Weihnachtsbäume ab 1,50 Metern passen gut

Auch die Abmessung der Bäume muss gut bedacht sein, schließlich müssen Sie zum Kunden manchmal einen weiten Weg zurücklegen. „1,50 bis 1,70 Meter ist die Maximalgröße, die bei uns auch am meisten gefragt war. Darüber wird der Baum zum Sperrgut und zu teuer. Er darf wegen der Verpackung nicht zu dick sein, aber es muss immer A-Ware sein“, erklärt Oelkers. 7,90 Euro verlangen beide für den Versand der Ware, die mit dem DPD versendet wird. Der Kunde kauft nicht nur online, sondern bezahlt auch digital, bequem per Mausklick und PayPal oder nutzen die Sofortüberweisung.

Sowohl Oelkers als auch Mütherich geben an, dass sie durch das Online-Angebot Neukunden erschließen konnten. Mütherich beispielsweise konnte eine 80-jährige Berlinerin gewinnen, die sonst keine andere Möglichkeit gehabt hätte, an einen Weihnachtsbaum zu kommen.

Verbraucherumfrage: Weniger Käufer

Produzenten sollten auch nicht die jüngste Verbraucherumfrage aus dem Auge verlieren (Mehr finden Sie hierzu morgen in Ausgabe 22/2015). Demnach verlieren Traditionen an Bedeutung und mit ihnen der Kauf eines Weihnachtsbaums. Von 40,5 Millionen Haushalten kauften 19,44 Millionen zum Fest einen oder mehrere Naturbäume, wobei letztere Käufergruppe nur mit fünf Prozent zu Buche schlug. Damit gingen die Verkaufszahlen um rund 1,2 Millionen Stück zurück.