Grüne Branche

Weihnachtsbäume: Produzenten rechnen mit stabilen Preisen

, erstellt von

Weihnachtsbaum-Anbauer und Verbände geben Entwarnung: Trotz Medienberichten über Wetter- und Dürreschäden wird es auch 2019 ausreichend Weihnachtsbäume zum Fest geben – die Verluste durch Hitze und Dürre in diesem Sommer haben keine Auswirkung auf die aktuelle Verfügbarkeit oder die Preise von Weihnachtsbäumen.

Auch 2019 gibt es Weihnachtsbäume in ausreichender Menge zu stabilen Preisen. Foto: Michael Eichhammer/Fotolia

Im Schnitt 18 bis 23 Euro pro Meter für natürliche Weihnachtsbäume

Durchschnittlich wird in diesem Jahr ein natürlicher Weihnachtsbaum um die 18 bis 23 Euro pro Meter kosten, abhängig von Qualität und Sorte. Damit liegen die Preise nur knapp über dem Vorjahresniveau, informiert der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland.

Auch der Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen rechnet nicht damit, dass die große Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019 Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Preise von Weihnachtsbäumen hat. In Abhängigkeit von Qualität und Sorte blieben die Preise knapp über Vorjahresniveau und würden im Schnitt mit 18 bis 23 Euro pro Meter gehandelt, informiert der Verband.

„Wir erwarten stabile Preise für den Endverbraucher und gehen derzeit nicht davon aus, dass im Lebensmitteleinzelhandel oder Baumärkten Dumping-Aktionen zu erwarten sind. Je nach Standort ist von einem Preis von 18 bis 23 Euro pro Laufmeter Nordmanntanne zu rechnen, und es ist von einem guten Saisonverlauf auszugehen“, erklärt Eberhard Hennecke, Vorstand der Fachgruppe Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger NRW.

Weihnachtsbäume: Ausfälle durch Dürre und Schädlinge

Sowohl die Bild-Zeitung als auch die Kronen-Zeitung in Österreich hatten online berichtet, dass aufgrund von Ausfällen durch Trockenheit und Schädlinge „eine gute Nordmanntanne statt 45 Euro wie 2019 bald 90 bis 100 Euro kostet“.

Ausfälle habe es beim Staatsbetrieb Sachsenforst gegeben, der pro Jahr rund 30.000 Weihnachtsbäume anbietet. Luise Sauer, Pressesprecherin Sachsenforst, sagte gegenüber Bild: „Gießen können wir im Wald nicht. Wegen der Dürre sind von unseren frisch gepflanzten Bäumen bis zu 50 Prozent vertrocknet.“ Auf Nachfrage der TASPO beim Sächsischen Staatsforst betonte Sauer jedoch, dass die Preise für die aktuelle Saison auf jeden Fall stabil bleiben.

„Wie sich die Situation in den kommenden Jahren darstellt, bleibt zunächst abzuwarten. Es spricht vieles dafür, dass sich die Preise für Weihnachtsbäume aus den Erzeugerbetrieben auch weiterhin auf dem jetzigen Niveau halten“, so Sauer.

Mehr zum Thema im aktuellen TASPO WeihnachtsBaum

Lesen Sie dazu auch die aktuelle Ausgabe von TASPO WeihnachtsBaum, die Sie zusammen mit der TASPO 43/2019 in unserem Online-Shop abrufen können. Darin finden Sie unter anderem eine Umfrage zur aktuellen Situation bei Schnittgrün-Anbauern, Infos zur Eröffnung der diesjährigen Weihnachtsbaumsaison und warum der Klimawandel ein Umdenken bei den Forstbaumschulen erfordert.