Grüne Branche

Weihnachtsbäume: Trend zu Regionalität setzt sich fort

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Die Weihnachtsbaumsaison hat bereits begonnen, da schon die ersten Bäume geschlagen wurden. Die Produzenten können auf ein gutes Jahr zurückblicken mit besten Voraussetzungen für gute Qualitäten. Der Trend zur Regionalität wird sich auch dieses Jahr fortsetzen.

Weihnachtsbaumkönigin Laura Stegemann, Erzeuger Hendrik Sauer und Eberhard Hennecke eröffnen die Weihnachtsbaumsaison. Foto: Gartenbau NRW

Sauerland eines der größten Anbaugebiete

Natürliche, echte Weihnachtsbäume sind weiterhin im Trend, da sind sich die Erzeuger sicher. Als natürliches Symbol für Familie, Geborgenheit und Ruhe holen sich die Deutschen jährlich ihren Christbaum in die Wohnzimmer, das belegen die Zahlen der vergangenen Jahre. Demnach haben sich die Bürger hierzulande zwischen 23 und 25 Millionen Weihnachtsbäume in die guten Stuben geholt. Viele davon werden im nordrhein-westfälischen Sauerland angebaut, nämlich rund sieben Millionen auf etwa 18.000 Hektar. Damit gehört das Sauerland zu den größten Weihnachtsbaum-Anbaugebieten in Europa. „Wir haben hier in NRW eine unschlagbar vielfältige Gärtnerregion. Der Weihnachtsbaum am Ende des Jahres ist sicherlich eins unserer emotionalsten Produkte. Tannengrün sieht nicht nur schön aus, sondern erfüllt unsere Räume mit einem wunderbaren Duft“, sagt Eva Kähler Theuerkauf, Präsidentin des Gartenbauverbandes NRW.             

Nachhaltigkeit für Verbraucher immer wichtiger

Gesellschaftliche Diskussionen drehen sich auch in diesem Jahr wieder um Vermeidung von Plastik und Nachhaltigkeit. Für viele Verbraucher:innen ist ein nachhaltig und vor allem regional produzierter Baum daher auch von immer größerer Bedeutung. Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen, denn rund 25 Prozent der Bäume werden direkt bei den landwirtschaftlichen Betrieben gekauft, weitere 25 Prozent im Straßenhandel und in Garten-, Bau- und Supermärkten. Bei den Deutschen am höchsten im Kurs steht nach wie vor die Nordmanntanne mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent (TASPO Online berichtete). Seit 2019 ist Laura Stegemann Weihnachtsbaumkönigin und freut sich über die zunehmende Wertschätzung für regional erzeugte Weihnachtsbäume. „Wir können so dem Kunden besser vermitteln wie viel Arbeit und Zeit in einem Weihnachtsbaum steckt, der für mich einfach zu einem schönen Weihnachtsfest gehört“, so Stegemann.       

Positiver Saisonausblick    

In den Anbaugebieten, wie dem Sauerland herrscht unter den Produzenten rückblickend gute Stimmung, da man auf hervorragende Bedingungen während des vergangenen Jahres blicken kann und gute Qualitäten erwartet. Ausreichende Regenmengen und ein frostfreies Frühjahr stimmen die Branche positiv. „Die Preisspanne liegt voraussichtlich zwischen 21 bis 27 Euro pro laufender Meter für eine Nordmanntanne. Durch steigendende Kosten bei Lohn, Energie und Betriebsmitteln könnte es leichte Preissteigerungen vor allem im Sortiment 1,75 geben. Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend der Verbraucher im letzten Jahr, ihr Zuhause mit weihnachtlichem Grün zu schmücken, sich in diesem Jahr fortsetzt“, erklärt Eberhard Hennecke, Vorsitzender der Fachgruppe Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger im Landesverband Gartenbau NRW.

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