Grüne Branche

Weinsberg: Reiserschnittgarten sucht Flächen

Aktuell sucht die Reiserschnittgarten Weinsberg GmbH einen Alternativstandort zu den jetzigen Flächen, die sich im Raum Heilbronn/Bad Friedrichshall befinden. Von Interesse ist eine langfristig zu pachtende Fläche von rund zehn bis 15 Hektar, auf der möglichst noch kein Obstbau erfolgte und in deren näherem Umkreis sich kein Erwerbsobstbau befindet. Nach Angaben von Geschäftsführerin Sabine Fey gegenüber der TASPO gibt es für die Suche nach neuen Flächen verschiedene Gründe. Einerseits gebe es am bisherigen Standort wenig Wechselflächen, um Problemen wie der Bodenmüdigkeit zu begegnen. Zum anderen habe ein Hagelschlag im vergangenen Jahr gezeigt, dass es sinnvoll ist, die Flächen hiergegen oder in Bezug auf mögliche phytosanitäre Probleme "zu spiegeln", um die Versorgung der Baumschulen noch stärker abzusichern. Der bisherige Standort wird laut Fey vorerst fortgeführt. Inwieweit er später ergänzt oder ersetzt wird, hängt von der noch zu findenden Fläche ab.

Entstanden ist die Reiserschnittgarten Weinsberg GmbH 1998 auf Initiative der Baumschulwirtschaft in Baden-Württemberg, welche auch nach Einführung der so genannten Anbaumaterialverordnung AGOZ und folgender Privatisierung des Reiserschnittgartens in Weinsberg den vorherigen Standard beim Obst-Vermehrungsmaterial aufrecht erhalten wollte. Seit 2003 ist die Gesellschaft hundertprozentige Tochter des Verbandes badischer Gartenbaubetriebe und sieht es nach wie vor als ihre Aufgabe an, den Baumschulen - vorrangig in Baden-Württemberg, aber auch europaweit - sortenechtes und krankheitsfreies Vermehrungsmaterial in Form von Edelreisern zur Verfügung zu stellen.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Reiserschnittgartens war in den Jahren seit der Privatisierung schwierig, heißt es in einer Mitteilung des Reisergartens. Durch stringentes Kostenmanagement und durch Unterstützung aus dem Ministerium Ländlicher Raum sei es inzwischen jedoch gelungen, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen und die Belastungen der Vorjahre abzubauen.

Mehr unter www.reiserschnittgarten.de