Weißbuch: Pflanzen und Bestäubung bei hohen Temperaturen

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Um hochwertige Früchte zu erhalten, müssen Blüten beispielsweise von Hummeln genügend bestäubt werden. Foto: Sven Lachmann/Pixabay

Koppert Biological Systems hat in Zusammenarbeit mit dem Gartenbau-Berater Godfrey Dol ein Weißbuch über die Wechselwirkungen zwischen Pflanze und Bestäuber bei hohen Temperaturen entwickelt. Darin werden die Effekte von Temperatur, Strahlung und Luftfeuchte auf Pflanzen, Bestäubung und Hummeln aufgezeigt.

Keine hochwertigen Früchte aus ungenügend bestäubten Blüten

Dass die zuverlässige Bestäubung beispielsweise einer Tomatenblüte in Bezug auf Fruchtansatz, Ertrag und Qualität der kritischste Prozess ist, ist unter Fachleuten allgemein bekannt. Ungenügend bestäubte Blüten können sich niemals zu einer hochwertigen Frucht entwickeln, selbst wenn der Anbauer ein perfektes Klima schafft, macht Koppert deutlich. Dem Prozess der Bestäubung sollte deshalb höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden, wobei zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen seien. Eine wichtige Rolle spielen dabei die bestäubenden Insekten, die Vitalität der Pflanzen und die Umweltbedingungen, erklärt das Ende der 1960er Jahre von Gurken-Produzent Jan Koppert gegründete Unternehmen.

Weißbuch zusammen mit Experten auf dem Gebiet der Bestäubung verfasst

Entscheidend sei es, die direkten und längerfristigen Folgen heißer Klimabedingungen zu erkennen, die sowohl auf die Pflanzen und deren Blüten als auch auf die bestäubenden Insekten, wie zum Beispiel Hummeln, Auswirkungen haben. In dem von Koppert jetzt herausgegebenen und in Zusammenarbeit mit Experten auf dem Gebiet der Bestäubung verfassten Weißbuch „Interaktion von Pflanze und Bestäuber bei hohen Temperaturen“ werden deshalb die Auswirkungen hoher Temperaturen auf die Bestäubung aufgezeigt.

„In der Vergangenheit haben wir immer die Auswirkungen der Temperaturen auf die Bestäubungsaktivität unserer Hummeln beobachtet. Jetzt war es an der Zeit, die Gleichung zu vervollständigen, indem wir den Einfluss der heißen Klimabedingungen auf das Verhalten der Pflanzen und die Kombination von Pflanzen-Bestäuber-Interaktionen untersuchen“, sagt Remco Huvermann, Produktmanager Bestäubung bei Koppert Biological Systems.

Steuerung von Temperatur, Feuchtigkeit und Strahlung laut Koppert entscheidend

Während in kalten Klimazonen davon ausgegangen wird, dass zur Gewährleistung einer guten Bestäubung das richtige Bestäuber-Management ausreicht und das Ergebnis in der Regel nur gemindert wird, wenn die Pflanze nicht stark genug ist, bringt der Anbau in warmen Klimazonen eine Reihe von Problemen mit sich. Um Ertrag und Qualität nicht zu beeinträchtigen, ist laut Koppert die Steuerung von Temperatur, Feuchtigkeit und Strahlung sowohl für die Pflanze als auch für den Bestäuber von entscheidender Bedeutung.

Darüber hinaus bietet das Weißbuch, das in verschiedenen Sprachen erhältlich ist und auf Deutsch hier heruntergeladen werden kann, eine Zusammenfassung von „Maßnahmen zum Schutz von Pflanzen und Bestäubern bei hohen Temperaturen“.

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