Grüne Branche

Weißer Hautkrebs zur Berufskrankheit erklärt

UV-Strahlung kann ohne entsprechende Schutzmaßnahmen zu Hautkrankheiten wie weißem Hautkrebs (Basalzellenkrebs) führen. Mehr als zwei Millionen Menschen arbeiten täglich mehr als acht Stunden in der Sonne. Darunter auch Beschäftigte im Landschafts- und Gartenbau. Nun entschied das Bundesarbeitsministerium, weißen Hautkrebs offiziell ab 1. Januar 2015 in die Liste der Berufskrankheiten aufzunehmen.

Der Berufsverband der deutschen Dermatologen geht derzeit für die Bundesrepublik von 140.000 Erkrankungen pro Jahr aus, rund 5.000 davon berufsbedingt. „Gerade weil Deutschland nicht so sonnenverwöhnt ist wie Südeuropa, bestehen hier kaum Bedenken, sich ohne UV-Schutz draußen aufzuhalten. Das ist ein fataler Irrtum“, stellte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers in einer Pressemitteilung fest. Die Anerkennung helfe den Betroffenen.


Aufklärungskampagne weißer Hautkrebs

Im kommenden Jahr startet die IG BAU zum Thema „weißer Hautkrebs“ zudem eine eigene Aufklärungskampagne. „Es ist möglich, sich zu schützen. Hier trägt in erster Linie jeder für sich selbst Verantwortung. Jedoch wäre es eine schöne Geste, wenn auch die Arbeitgeber vor den Risiken für ihre Mitarbeiter nicht die Augen verschließen“, sagte Schäfers. „Neben viel Wasser – gerade im Sommer – können sie ausreichend Sonnencreme verteilen und ihre Beschäftigten ermutigen, diese auch wirklich zu benutzen.“

Die IG Bau ergreift schon seit längerem Vorkehrungsmaßnahmen und verteilt auf Baustellen und Feldern etwa UV-Messkarten. Sie zeigen an, welchem Ausmaß an Strahlung der Einzelne aktuell ausgesetzt ist. Wird es Zeit, sich einzucremen, verfärbt sich der Messstreifen. Damit für diesen Fall auch Creme zu Hand ist, wird diese gleich mitverteilt. (cm/IG Bau)