Weniger Kunststoff: Tomaten-Eimer in Gitterstruktur

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Ressourcenschonender Tomateneimer in Gitterstruktur. Foto: Pöppelmann

Pöppelmann Famac (Lohne) und Merulin Gartenbauservice (Geldern) haben gemeinsam einen Eimer für Snack-Tomaten in Gitterstruktur mit einem Fassungsvermögen von etwa 870 Millilitern entwickelt, der nach Angaben der beiden Unternehmen Materialeinsparungen von 15 bis 30 Prozent erzielt.

Gute Belüftung für Produkte wie Snack-Tomaten

Dennoch erfülle der transparente Kunststoffeimer mit farbigem Bügel und einem Deckel aus Frischfaser-Karton alle Funktionalitäten sowie logistischen Vorgaben optimal und überzeuge gleichzeitig im Hinblick auf einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen. „Dazu kommt, dass für Produkte wie Snack-Tomaten eine gute Belüftung erforderlich ist, wenn sie in einer Verpackung gekühlt gelagert werden, um einen vorzeitigen Verderb zu verhindern. Das ist durch die Gitterstruktur des Eimers besser möglich als bei einem vollflächigen Produkt, das nur im Deckel Belüftungslöcher enthält“, erklärt Matthias Draek, Tomaten-Produzent und Merulin-Kunde.

Gittereimer während der Herstellung mit Etikett versehbar

Im In-Mould-Labeling-Verfahren (IML) kann der Eimer auf Wunsch bereits während der Herstellung bei der Formgebung mit einem vorgedruckten Etikett versehen werden, das zu einer untrennbaren Einheit mit dem Eimer verbunden wird, erklärt Pöppelmann. Da Formgebung und Dekoration mit dem Etikett in einem Arbeitsgang erfolgen, sei das Verfahren besonders wirtschaftlich. Das sicher fixierte Label verleiht der Verpackung dauerhaft eine hochwertige Optik, denn es sei feuchtigkeits- und temperaturbeständig.

Auch unter Umweltaspekten biete das Verfahren Vorteile, wie Engelbert Rechtien, Vertriebsleiter Pöppelmann Famac, erklärt: „Bei gleichem Basiswerkstoff für Etikett und Behälter, wie in diesem Fall die Einstoffverpackung aus Polypropylen (PP), ist das Recycling von IML-dekorierten Verpackungen problemlos möglich.“

Tomaten-Eimer als „Höfliche Verpackung“ ausgezeichnet

Der Eimer wiegt nur 21 Gramm, was Vorteile in der Logistik inklusive CO2-Einsparungen biete. Er ist dennoch sehr stabil und außerdem maschinengängig. Im Gegensatz zu herkömmlichen Eimern wird der Tomaten-Gittertopf mit einem Deckel aus Frischfaser-Karton verschlossen. Dieser lässt sich vollflächig bedrucken und bietet damit neben dem Label zusätzlichen Platz für Produktinformationen und Branding. Rechtien betont: „Weniger Material bedeutet außerdem, dass damit auch die DSD-Gebühr sinkt.“

Unter anderem für die deutliche Einsparung von Kunststoff wurde der Tomaten-Eimer im vergangenen Herbst bei der Verleihung des Awards „Höfliche Verpackung“ von der Jury mit einem Sonderpreis bedacht. Die Auszeichnung ist eine Initiative des Meyer-Henschel Instituts (Zürich/Saarbrücken) für Verpackungslösungen, die konsequent verbraucher- und umweltfreundlich sind.