Grüne Branche

Weniger Wespen im Sommer erwartet

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Sie sind ein wichtiger Teil unseres Ökosystems, denn Wespen vertilgen Schädlinge, wie etwa Blattläuse und bestäuben auch einige Pflanzenarten. Durch den in diesem Jahr eher kalten und verregneten Frühling gehen Forscher nun davon aus, dass in diesem Jahr weitaus weniger Wespen vorkommen werden, als gewohnt.  

Für viele Menschen sind sie lästig, doch leisten Wespen einen wichtigen Beitrag im Ökosystem. Foto: Pexels/ Pixabay

Wespen wichtiger Teil des Ökosystems

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob es in diesem Jahr wegen des kühlen und verregneten Frühlings, wie vermutet, eher weniger Wespen geben wird. Die schwarz-gelben Insekten sind oftmals lästig, doch leisten sie in Landwirtschaft und Gartenbau einen nicht unwesentlichen Beitrag. Sie sind quasi Nützlinge gegen Schädlinge, wie Blattläuse und manche Schmetterlingslarven. Doch auch Wespen bestäuben einige Pflanzenarten, die darauf angewiesen sind. „Wer bei Wespen gleich ans Stechen denkt, liegt falsch“, sagt Dr. Angelika Nelson vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LVB). „Nur etwa jede fünfte der weltweit rund 137.000 Wespenarten hat einen Wehrstachel. Die in Deutschland häufige Gemeine Wespe, die uns jetzt vielfach begegnet, gehört allerdings dazu“, so die Biologin weiter.

Weniger Wespen in diesem Sommer

Um ihren Nachwuchs aufzuziehen, benötigen Wespen bis Ende Juli nur Eiweiß. Im Spätsommer ist die Brut schließlich selbstständig, die Alttiere fliegen aus, um Futter zu suchen und das Nest zu verteidigen. „Besonders bei Gewitter oder zum Ende der Flugzeit steigt bei vielen Wespen die Aufdringlichkeit. Dann geht man ihnen am besten aus dem Weg“, erklärt Dr. Nelson weiter. Da die Witterung in diesem Sommer nicht besonders förderlich für die Entwicklung der Wespen sei, gehen Forscher in diesem Jahr davon aus, dass weitaus weniger Exemplare vorkommen werden, als noch in den Vorjahren.

Insektenzählung in Bayern

Um Aufschluss über die vorkommenden Insektenarten zu erhalten, hat der LBV unter dem Motto „Zählen was zählt“ in ganz Bayern wieder zu Insektenzählungen aufgerufen. „Bei unserer Insektenzählung in Bayern können alle mitmachen und diese anmutigen Insekten und andere kleine Sechsbeiner für eine Stunde lang genauer betrachten“, ermutigt Nelson zum Mitmachen. „Mit dem Insektensommer wollen wir die Menschen für die Vielfalt der Insekten begeistern. Gleichzeitig helfen die gesammelten Daten uns dabei, die Insektenentwicklung in Deutschland besser zu verstehen“, so die Biologin.

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