Grüne Branche

Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge

Der 25.4. ist der Internationale Tag des Baumes. Martin Luther soll einst gesagt haben, wenn er wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde er heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen. Dieser Satz passt in diesem Jahr in zweierlei Hinsicht zum Tag des Baumes. Einerseits ist der diesjährige Baum des Jahres der Wild-Apfel. Zudem drückt sich in dem Satz der Glauben an die Zukunft aus, welcher eng mit dem Nachhaltigkeitsgedanken verbunden ist, der dieses Jahr seine 300jährige Begriffsbildung feiert.

"Mit dem Baumfeiertag wollen wir Menschen an Bäume heranführen und Sensibilität für dieses lebendige Naturgut schaffen", so Dr. Silvius Wodarz, Präsident der Stiftung Baum des Jahres. "In die Herzen großer und kleiner Menschen pflanzen wir Bäume, um gedankliche Veränderungen anzustoßen, die zu einem baumfreundlichen Verhalten führen." Der Baumfeiertag wird weltweit begangen und geht auf eine Initiative des US-Amerikaners Julius Morgan Sterling 1872 zurück. Der erste Tag des Baumes wurde in Deutschland 1952 durch eine Baumpflanzung von Bundespräsidenten Theodor Heuss gefeiert. Heutzutage finden anlässlich des Tages in Deutschland zahlreiche Baumpflanzaktionen statt.

Am Tag des Baumes steht in diesem Jahr eine besonders schöne, aber bis auf den Blütezeitraum unscheinbare und von anderen Baumarten unterdrückte Wildobstbaumart im Mittelpunkt: der Wild-Apfel (Malus sylvestris). Zwar kennt jeder den Apfelbaum - den Wild-Apfel kennen aber wohl nur die wenigsten, denn er gehört zu den seltensten und gefährdeten Baumarten in Deutschland. Er steht meist unauffällig im Wald oder am Waldrand. Anders als bei Wild- und Kultur-Birne stammt der Kultur-Apfel nicht vom heimischen Wild-Apfel ab, sondern hat seine ursprüngliche Heimat in Asien.

"Der Wild-Apfel", so Marcus Kühling, Geschäftsführer des Deutschen Forstvereins, "ist eine Baumart, die für die Artenvielfalt in unseren heimischen Wäldern steht, für die die Forstleute und Waldbesitzer eine besondere Verantwortung haben." Diese Verantwortung drückt sich auch in der nachhaltigen Bewirtschaftungsweise der Forstwirtschaft aus. Das Prinzip wurde vor genau 300 Jahren in der Forstwirtschaft entwickelt und ist heute zu einem gesellschaftlichen Leitbild geworden.

Weitere Informationen unter:
    
www.baum-des-jahres.de 
www.forstverein.de
www.forstwirtschaft-in-deutschland.de