Wer mit wem ...

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Unterzeichnung der „Landesvereinigung der Grünen Verbände NRW - Die gärtnerischen Fachbetriebe“ in Düsseldorf mit Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf, Präsident H. Christian Leonhards und Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking

... und wer vielleicht bald nicht mehr?
Auf Bundesebene deutet sich eine Trennung des Bundes Deutscher Baumschulen (BdB) und des Zentralverbands Gartenbau (ZVG) an – dies lässt sich zumindest aus dem offenen Brief schließen, den namhafte Persönlichkeiten des deutschen Gartenbaus verfassten. Darin sprechen sie sich gegen ein Auseinanderdriften aus. Im Gegensatz dazu ist auf Länderebenen, genauer in Nordrhein-Westfalen, ein Bündnis grüner Verbände beschlossene Sache.

Offener Brief gegen Auseinanderdriften grüner Verbände

"Sehr geehrte Präsidenten und Mitglieder der Präsidien des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) und des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), in den Gärten gedeihen Gehölze, Stauden und Zierpflanzen im harmonischen Miteinander…

Auf den Stellflächen eines Gartenbaubetriebes wachsen Calluna, Cotoneaster, Dahlia, Lavandula und Picea nebeneinander heran. Zierpflanzenbaubetriebe haben ihre Freilandflächen deutlich ausgedehnt. Baumschulen investieren verstärkt in geschützte Kulturflächen. Der Handel erwartet übergreifende Konzepte für „Grün“, denen sich unsere Betriebe stellen. Die Gartenbaubranche verzahnt sich zunehmend, die Betriebe werden in ihrer Infrastruktur und Anbaumethoden vergleichbarer.
Zugleich driften unsere Interessenvertretungen, also die grünen Verbände, auseinander. Konkret wird aktuell eine verbandliche Trennung von BdB und ZVG diskutiert. Dieses ist aufgrund der aufgezeigten Entwicklung unserer Betriebe nicht nachvollziehbar. Die grüne Branche benötigt eine gemeinsame, starke Interessenvertretung. Sowohl nach innen als auch gegenüber der Politik in der Region, in Berlin und in Brüssel.  

Unterschiedliche Meinungen sind wertvoll, um alle Perspektiven einer Sachfrage auszuleuchten. Diese gilt es zu diskutieren um gemeinsame, zumindest aber im gegenseitigen Respekt abgestimmte Wege zu beschreiten. Diese dürfen jedoch nicht auseinander führen. Grundlage dafür ist ein intensiver Dialog, sowohl in der Spitze, als auch in den Gremien und Regionen.
Gärtner kennen die Bedeutung der richtigen Balance. Bei der Nährstoffversorgung unserer Pflanzen, dem Kultivieren im Einklang mit der Natur oder in der Mitarbeiterführung. Wenn die Waage ins Ungleichgewicht gerät, gibt es nur Verlierer. Daher mobilisieren wir alle Kräfte in unseren Betrieben, um sie im Lot zu halten oder gegebenenfalls wieder zu bringen.

Wir sind überzeugt, dass aufgrund der sehr vergleichbaren Interessenlage, die gegenwärtigen berufsständischen Probleme zum Wohle der Gärtner in einem breit angelegten Dialog zu überwinden sind. Bitte handeln Sie verantwortungsvoll mit Weitblick und behalten Sie stets die Erwartungen der Gartenbaubetriebe fest im Blick.“
  
Norbert Artmeyer, Hörstel
Martin Häussermann, Möglingen
Hans Müller, Kornwestheim
Jens Schachtschneider, Neerstedt
Frank Werner, Bonn

Grüne Verbände in NRW vereinbaren eine gemeinsame „Landesvereinigung der Grünen Verbände NRW - Die gärtnerischen Fachbetriebe“

Am 11. Dezember unterzeichneten Eva Kähler-Theuerkauf, Präsidentin des Landesverbandes Gartenbau Nordrhein-Westfalen und H. Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen im Beisein von Christina Schulze Föcking, Landwirtschaftsministerin des Landes NRW, eine gemeinsame Vereinbarung, die die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Verbände in NRW regelt.

Hintergrund dieser Vereinbarung ist die Stärkung der Interessenvertretung der Mitgliedsbetriebe, der beiden  Verbände gegenüber der Politik, der Öffentlichkeit und anderen gesellschaftlichen Gruppen. Zielsetzung der neu gegründeten Landesvereinigung ist die Förderung der mittelständischen Unternehmen im Gartenbau und im Garten- Landschafts- und Sportplatzbau, die Förderung der Gartenkultur und der Umwelt in Nordrhein-Westfalen. Hinsichtlich der Tätigkeiten erfolgt dies in Anlehnung der Aufgabenstellung der angeschlossenen Verbände. Beide Parteien sind der Überzeugung, dass ein gemeinsames Vorgehen und Agieren im öffentlichen Raum wesentlich erfolgreicher ist, als nicht abgestimmte Einzelaktivitäten. Die Vertretung der spezifischen Interessen der beiden Verbände bleibt hiervon unberührt.

Die Vereinbarung sieht vor, dass der einzelne Betrieb, Mitglied des jeweiligen Verbandes ist, in dem das Unternehmen seinen Haupterwerb erzielt. Eine Mitgliedschaft in beiden Verbänden ist möglich.

Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen behält seinen Status als Fachverband im Landesverband Gartenbau Nordrhein-Westfalen Ein/e Vertreter/in des Landesverbandes Gartenbau NRW erhält Sitz und beratende Stimme im Präsidium des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW. Er/Sie muss dem Vorstand der Landesvereinigung der Grünen Verbände NRW angehören.

Die Landesvereinigung der Grünen Verbände NRW erhält einen Vorstand, einen Beirat sowie eine Geschäftsführung. Die Vertretung nach außen nimmt der Sprecher des Vorstandes wahr. Die Verbände haben sich darauf verständigt, dass in der ersten Wahlperiode Eva Kähler-Theuerkauf als Sprecherin fungieren wird. Die Geschäftsführung liegt bei Christoph Lau, Geschäftsführer des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen. (LVG NRW/VGL NRW)

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