Grüne Branche

Wettbewerb: Hannover ist Bundeshauptstadt der Biodiversität

Die Stadt Hannover erhielt am 6. April für ihr besonderes Engagement zum Erhalt der biologischen Vielfalt den mit 25.000 Euro dotierten Titel „Bundeshauptstadt der Biodiversität“.

Hannovers Walderlebnisturm macht die verschiedenen Höhenzonen des Waldes greifbar. Foto: Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover

124 Städte und Kommunen hatten im internationalen Jahr der Biodiversität 2010 an dem von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ausgelobten und von der Stiftung „Lebendige Stadt“ finanziell und inhaltlich unterstützten Wettbewerb teilgenommen.


„Achtung Wild“ auch auf Hannovers Grünflächen

Die Stadt Hannover hat die Biodiversität zu einem grundlegenden Ziel im derzeitigen Stadtentwicklungsprozess gemacht. Das macht sich in einer Reihe von Aktionsprogrammen bemerkbar, wie sie den Angaben zufolge in diesem Umfang nur selten in einer einzelnen Kommune anzutreffen sind: beispielsweise werden Fließgewässer weitestgehend naturnah gestaltet, der Stadtwald ist FSC-zertifiziert, auf Grünflächen lösen immer häufiger naturnahe „wilde“ Bereiche die intensiv gepflegten Rasenflächen ab.

Mit dem Innenhof- und Wohnumfeld-Programm werden Bürger dabei unterstützt, die Wohngebiete grüner zu machen. Speziell um den Außenbereich kümmern sich mehrere Maßnahmenprogramme.

Außerdem gibt es ein Pflanzenartenhilfsprogramm: Auf 118 eigens ausgewählten Flächen werden ehemalige Standorte von seltenen Pflanzen erfolgreich reaktiviert. Um die genetische Vielfalt der Pflanzenwelt zu erhalten, zieht die städtische Baumschule gebietsheimisches Pflanzenmaterial heran.

13 weitere Kommunen wurden für ihre Anstrengungen zum Erhalt einer vielfältigen Natur ausgezeichnet. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 5.000 Euro. Bei den Großstädten über 100.000 Einwohner belegte Münster vor Frankfurt/Main den zweiten Platz.

Weitere Infos unter: www.biologischevielfalt.de oder www.duh.de