Grüne Branche

Wetterkapriolen störten den guten Saisonverlauf

Baumschultagung in Weser-Ems
Es ist schon ein gutes Stück Tradition: Im Dezember gibt es in Weser-Ems den ersten umfassenden Blick auf den Saisonverlauf. Auch diesmal zog Renke zur Mühlen,Vorsitzender des BdB-Landesverbands Weser-Ems, auf der Mitgliederversammlung Bilanz nach einer Saison, die stark vom Wetter geprägt war.

Wieder hieß es „volles Haus“ im Tagungslokal in Bad-Zwischenahn, diesmal mit einem Informationsangebot von Ausbildung bis zur Online-Nutzung, von Quarantäneschädlingen bis zu Controlling und Betriebsvergleich.

Start der Saison 2017
Wertvolle Informationen über den Baumschulmarkt enthielt der Bericht von Renke zur Mühlen zum Saisonverlauf 2017:

Aufgrund guten Wetters startete der Frühjahrsversand frühzeitig. Die Stimmung war gut, Kunden bevorrateten sich ergiebig mit Pflanzen für den Frühjahrsverkauf. Bis in den März hinein herrschte extrem gutes Wetter. Dann wurde der erste Nachtfrost angesagt – laut zur Mühlen eigentlich kein Problem, da Abdeckungen und Frostschutzberegnung in der Regel eine Pflanzenschädigung verhindern können. Der Spätfrost im April dauerte jedoch länger an und verschärfte sich zusehends.

Pflanzen ließen sich teilweise nicht mehr wirksam schützen, und so entstanden große Schäden. Viele Betriebe in ganz Deutschland und in der Schweiz waren stark vom Frost betroffen, so der Bericht. Als Folge dieses Frostes beschrieb zur Mühlen einen massiven Einbruch im Verkauf,da auch bei vielen Kunden die Pflanzen in den Verkaufsanlagen an Attraktivität verloren hatten. Erst mit dem erneuten Austrieb Mitte Mai zog der Verkauf wiederan.

Verlauf ab Mitte Mai
Attraktive Sommerartikel, die dann nach und nach auf den Markt kamen, flossen sehr gut ab, so die weitere Beobachtung. Als besondere Renner bezeichnete zur Mühlen Gräser in starken Qualitäten und blühende Pflanze für Balkon und Terrasse, so wie es dem Trend der letzten Jahre entsprach. In den Monaten Juni, Juli, August und bis in den Septemberhinein wurden gute Umsätzegemacht.

Und der weitere Verlauf der Saison? Der Oktober konnte wegen des Wetters nicht überzeugen. Bei den Herbstartikeln liefen beispielsweise Calluna-Knospenblüher im August und September sehr gut und noch bis Mitte Oktober gut, wie zur Mühlen erklärte. Dann sei der Markt aber stark eingebrochen; den Hauptgrund dafür sehe er in der schlechten Witterung: Es sei einfach zu dunkel und zu nass gewesen.bim

Lesen Sie den ausführlichen Bericht mit weiteren Fakten in Ausgabe 02/2018 Deutsche Baumschule.