„Wichtigstes Rosenmuseum der Welt“ lädt ein

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Europa Rosarium Sangerhausen
Für Rosenspezialisten und Rosenfreunde in der ganzen Welt ist das 12,5 Hektar große Rosarium in Sachsen-Anhalt ein wichtiger Standort, um die Entwicklung der europäischen Rosenzüchtung kennen zu lernen.

Im Verein Deutscher Rosenfreunde macht um 1897 Peter Lambert aus Trier den Vorschlag, ein Vereins-Rosarium zu schaffen. Auf dem Jahreskongress des Vereins in Gotha 1898 bietet der Rosenamateur und Stadtrat Albert Hoffmann aus Sangerhausen dem Verein ein Gelände der Stadt an, damit dort ein Rosarium entstehen könne. Dieser Vorschlag wird angenommen. In den Jahren zwischen 1899 bis 1903 entsteht, kräftig unterstützt vom Verschönerungsverein von Sangerhausen, auf einer Anfangsfläche von 1,5 Hektar das erste Deutsche Rosarium. Den Grundstock der Rosensammlung bilden 1.100 Rosensorten aus der Rosensammlung des Stadtrats Albert Hoffmann.

Ziel der Anpflanzung ist, der Fachwelt und auch den Rosenfreunden mit jährlichen Neuheiten-Prüfungen einen Überblick über die Entwicklung der Rosenzüchtung zu geben. Aber schon nach kurzer Zeit reift der Gedanke, dass es wichtig wäre, auch Rosensorten zu erhalten. Dabei geht es insbesondere um solche, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in den Baumschulen vermehrt werden, weil die Gartenmode sich anderen Blütenformen und -farben zuwendet.
Mit dieser Zielerweiterung entwickelte sich das Europa Rosarium Sangerhausen in den letzten hundert Jahren zum wichtigsten Rosenmuseum auf der Welt.

In kaiserlicher Obhut

Am 3. Juli 1903 wird das Rosarium des Vereins feierlich in Sangerhausen eröffnet. Die Schirmherrschaft übernimmt die Kaiserin Auguste Viktoria. Den ersten Plan zeichnet Friedrich Doerr aus Erfurt. Der Gartenarchitekt orientiert sich dabei an dem in der Nähe von Paris gelegenen berühmten Rosengarten L’ Hay-les-Roses.
Dieser Garten gehört dem Kaufhausbesitzer Jules Gravereaux. Peter Lambert aus Trier hatte gute persönliche Kontakte zu Gravereaux (1844 – 1916), der damals als anerkannter europäischer Rosenfachmann galt. Durch diese Verbindung kann das Rosensortiment in Sangerhausen zügig erweitert werden.

Der Vorsitzende des Verschönerungsvereins ist Professor Ewald Gnau – für den Aufbau des Rosariums ein unermüdlicher Helfer und Förderer. Zum ersten Obergärtner dieses Rosengartens wird Michael Vogel bestellt. 1926 tritt sein Sohn Max Vogel die Nachfolge an. In den Jahren der Wirtschaftskrise kann sich der Verein der Rosenfreunde die Unterhaltung des Gartens finanziell nicht mehr leisten und die Stadt Sangerhausen übernimmt die Verantwortung für die inzwischen auf 12,5 Hektar angewachsene Parkfläche.

Die ganze Geschichte lesen Sie in Ausgabe 06/ 2012 Deutsche Baumschule, sowie weitere Informationen unter www.europa-rosarium.de 

 

 

 

 

 

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