Grüne Branche

Wie Holland den deutschen Markt bei Zierpflanzen beurteilt

n den nächsten fünf Jahren gibt möglicherweise etwa die Hälfte der Blumenfachgeschäfte in Deutschland auf. Marcel Rutten von der holländischen Großhandelsorganisation HBAG wird mit dieser Einschätzung im Vakblad voor de Bloemisterij zitiert. Ein Artikel der niederländischen Zierpflanzenbau-Fachzeitschrift analysiert Entwicklungen des Blumenverkaufs in Deutschland. Speziell bei Schnittblumen schlage sich die zunehmende Marktbedeutung der Discounter in immer schärferem Preisdruck nieder. Marjo Verheijen, für Deutschland zuständiger Arealmanager beim Blumenbüro Holland, erwähnte, die nach Deutschland gelieferte Schnittblumenmenge sei in den letzten Monaten nicht zurückgegangen. Dass trotzdem der Exportwert sank, sei auf die „scharfe Einkaufspreispolitik“ der Discounter zurückzuführen. Positiver entwickele sich in Deutschland der Verkauf blühender Zimmertopfpflanzen. Der deutsche Markt ist laut der Vakblad-Veröffentlichung zwar zumindest bei Schnittblumen weitgehend gesättigt, biete aber trotzdem weiterhin Chancen für die holländischen Lieferanten. Bei Topfpflanzen könne durchaus noch mit Zuwächsen gerechnet werden.