Grüne Branche

Wiedenmann: neue Lackieranlage in Betrieb genommen

Für 2,5 Millonen Euro hat die Wiedenmann GmbH eine neue Lackieranlage im Werk Rammingen bei Ulm bauen lassen. Der Hersteller von Maschinen für Grünflächenpflege, Schmutzbeseitigung und Winterdienst will damit auch beim Umweltschutz mit gutem Beispiel vorangehen und gleichzeitig die Produktivität optimieren. 

Die Lackieranlage mit Strahlkabine reduziert auch die Betriebskosten. Werkfoto

Statt der üblichen Chemiebäder zum Entfetten der Bauteile werden diese nun gründlich gestrahlt, was zu vergleichsweise wenigen und leicht entsorgbaren Rückständen führe. Der Beschuss mit Stahlkies puste Rost, Zunder und sonstige Anhaftungen praktisch restlos von den Blechen.

Dies erfolgt in einer geschlossenen Kabine durch eine automatische Anlage und individuelle Computeransteuerung. Damit werde der Reinheitsgrad „SA 2,5“ nach dem „Schwedischen Standard“ erzielt. So sei bei der anschließenden Pulverbeschichtung gewährleistet, dass der Lack im typischen Wiedenmann-Farbton „Kommunalgelb“ besonders gut hafte.

Die ebenfalls neu aufgebaute Lackierkabine ist mit modernster Arbeits- und Umweltschutztechnik ausgestattet. Bis zu fünf Mitarbeiter arbeiten je nach Auslastung im gesamten Bereich. Rund 200.000 Bauteile schaffen sie laut Jahresplan. Auch die Prozesseinbindung des Einbrennofens für die frisch lackierten Bauteile wurde optimiert. Automatische Schleusen sorgen jetzt dafür, dass möglichst wenig Heizenergie verloren geht und die Aushärtung gleichmäßiger verläuft. (ts)