Grüne Branche

Wintertagung des sächsischen Baumschulverbandes: Die Zukunft heißt Endverkauf

Arg betroffen vom dramatischen Preisverfall beim einheimischen Obst, aber auch durch die Importe zu Niedrigstpreisen, sind dieses Jahr eine ganze Reihe von sächsischen Baumschulen. So kam es, sagte der Vorsitzende des sächsischen Landesverbandes im Bund deutscher Baumschulen, Wolfgang Müller, zur Wintertagung in Bucha, dass Obstbauer mit ihren Saisonkräften zum Beispiel nicht Kirschen pflückten, sondern die Bäume rodeten. Das Resultat: Bestellungen für Obstgehölze wurden kurzfristig rückgängig gemacht und Anzuchtabsprachen für die nächsten Jahre storniert. Man habe jedoch Verständnis für die Situation des Obstbaus, betonte Müller, obwohl es den Unternehmen seiner Branche sehr weh tue, wenn sie die Anzucht für den Erwerbsobstbau auf Null fahren müssten. So appellierte Müller an seine Berufskollegen, nicht zu resignieren. Dafür gebe es auch keinen Anlass, denn zum Glück wachse bei den Bürgern die Beliebtheit am Garten und das werde wohl auch in Zukunft so bleiben. „Suchen und nutzen Sie verstärkt Nischen“, forderte Müller. „Wir sind zwar gelernte Produktionsgärtner“, betonte der sächsische Verbandschef, „treten aber immer mehr als Dienstleister auf.“ Diese Kontaktschiene zum Kunden (Endverkauf) sollte deutlich intensiver ausgebaut werden. Exzellente Fachberatung und Qualitätsware bezeichnete er als sichere Garanten für die Zukunft. Dazu zähle auch die ständige Schulung des Personals.