Grüne Branche

„Wir haben den Stoff für Ihre Gartenträume“

Gartenbaumschule Igel
Die Wurzeln des historischen Hofes Igel datieren auf das Jahr 1416. In diesem Jahr feiert Igel Gartenkultur den 45. Geburtstag der Baumschule. Zu den größten in Deutschland gehörend, präsentiert sich die Gartenbaumschule, die nachhaltig von Gartenfestivals und Ausstellungen profitiert, heute zugleich bodenständig und innovativ.

Als Alleinstellungsmerkmal ist die ungewöhnliche Berufskombination des Inhabers Dr. Karsten Igel (Baumschulgärtner und Historiker) und seines Vaters Volker Igel (Landwirt und Baumschulgründer) zu werten, die dem Betrieb vor den Toren Bramsches in Niedersachsen ein ganz eigenes Profil verleihen.

Geschichte und
betriebliche Entwicklung
Auf dem seit dem 15. Jahrhundert im Familienbesitz befindlichen Hof entwickelten Volker Igel und seine Frau Wilma aus dem landwirtschaftlichen Betrieb von 90 Hektar ab 1968 eine Baumschule von 6 ha Fläche mit Schwerpunkt Großhandel. Seit Mitte der 1990er Jahre erfolgte der Auf- und Ausbau der großzügig geplanten Gartenbaumschule um das historische Fachwerkgebäude. So kam beispielsweise 1996 ein attraktives Verkaufsgebäude in transparenter Holz-Glas Konstruktion hinzu, die Eingang und Kassenbereich umfasst. Weitere überdachte Flächen entstanden, 2005 folgte der Bau eines dreischiffigen Folienhauses mit festen Giebeln zur Überwinterung empfindlicher Pflanzen.

Seit März 2012 glänzt der Betrieb mit seiner zweischiffigen Orangerie – im englischen Stil von Siedenburger gebaut. Sie bietet zusätzliche Ausstellungsfläche von 600 m², ist Heim für (Winter-) Gartenmöbel, Impruneta-Terracotta, jahreszeitliche Dekoration, Zubehör und mediterrane Pflanzen.
Weitere Maßnahmen zum Ausbau sind ebenso in Planung wie solche, die die Attraktivität des Geländes weiter steigern. Das in den 1980er Jahren begonnene Arboretum mit 8.000 m² Fläche wird ständig ergänzt durch Neupflanzung besonderer Bäume und durch Beete mit pflegearmen, farbenfrohen Staudenkombinationen.

Baumschule – Anzucht und Verkauf
Ging zunächst der komplette Warenbestand an den Großhandel, verbleiben heute rund 85 % des Pflanzenbestands im eigenen Verkauf für Privatkunden, die restliche Produktion geht an den Garten- und Landschaftsbau. Aus eigener Anzucht stammen Koniferen, Solitärgehölze, Raritäten, über 50 Sorten Kamelien, Alleebäume (vor allem kleinkronige), Rosen im Container (300 Sorten).
Die Baumschule wird klassisch konventionell betrieben, aber gerade im Umgang mit den Böden (Wechselflächen, Gründüngung, Kompostergänzung) ist dem Inhaber Nachhaltigkeit wichtig.

Vollsortiment für die Gartengestaltung
Zur jetzigen Produktpalette gehört das Vollsortiment für die Gartengestaltung mit über 500 Stauden-Sorten, ein umfangreiches Obstsortiment und ein reichhaltiges Zusatzangebot. Der Pflanzenanteil bezogen auf den Umsatz beläuft sich auf 80 %, dabei liegt die Eigenproduktion bei etwa 50 %. In der anerkannten Markenbaumschule kann der Kunde gepflegte Ware direkt aus dem Bestand wählen. Das ist besonders bei Großbäumen, Großbonsais und Solitärgehölzen gefragt.

Die Bestände zur Aufschulung und Weiterkultur von Ziersträuchern, Alleebäumen und Immergrünen sind alle in Hofnähe und fügen sich harmonisch in die umgebende Osnabrücker Kulturlandschaft ein. Das gleiche gilt für die 2 ha großen Containerflächen am Rande des Verkaufsbereichs. Der Nachfrage der Kunden nach stärkerer Ware im Container kommt man so entgegen.
Eingestreut in die bequem zu bedienenden Verkaufsflächen (2 ha, davon 1 600 m² überdacht, davon 800 m² beheizt) mit großzügigen Wegen sind gärtnerisch gestaltete Bereiche, die neugierig machen und zu einem Rundgang durch das gesamte Gelände animieren. Hier lockt ein Zen-Garten, da der streng geometrische Rosengarten (im Frühling mit Glaskugeln farbenfreudig dekoriert). Es gibt Teichanlagen, die zugleich als Wasserreservoir dienen. Die Präsentation der Pflanzen ist oft beispielhaft für ihre Gestaltung am späteren Standort.
Bei firmeneigener Preisgestaltung kauft der Kunde hier oft günstiger und besser ein als wenn er ein Sonderangebot im Gartencenter oder ein Baumarktschnäppchen ersteht. Rabattaktionen und saisonale Ausverkäufe gibt es bei Igel nicht. Der Einschlag wird im Sommer total abgeräumt – die Pflanzen aufgeschult.
Für Einkauf und Verkauf im Staudenbereich ist eine Gärtnermeisterin verantwortlich. Ein breitgefächertes Kräutersortiment kommt aus der „Bio(land)“-Produktion einer Gärtnerei aus Herford. Das gesamte Obstgehölz-Sortiment wird zugekauft. Die Pflanzenlieferanten kommen aus dem Oldenburger Land, Schleswig-Holstein, Belgien und Holland. Die zentrale Lage hält die Transportkosten in Grenzen, verspricht zeitnahe Lieferungen und ist umweltfreundlich. Die Transporte erfolgen mit eigenem 7,5t-LKW mit Anhänger.


Mit Gefühl fürs Zusatzsortiment
Auch bei unwirtlichen Witterungsbedingungen kann sich der Kunde in den Verkaufs- und Ausstellungshäusern viele (Pflanzen-)Anregungen holen, Accessoires auswählen, bei einem Kaffee in Büchern schmökern, auf Gartenmöbeln Probe sitzen und Informationen einholen. Beim umfangreichen Zusatzsortiment orientiert sich Wilma Igel zwar an Trends, wählt die Artikel zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen geschmackvoll „aus dem Bauch heraus“ aus. .

Vielseitiges Werbekonzept
Nach der Teilnahme am zweiten Gartenfestival 1999 auf dem nahe gelegenen Schloss Ippenburg explodierte der Bekanntheitsgrad der Gartenbaumschule, der Umsatz stieg um das Doppelte. Auch heute noch ist es für sie interessant, an den dort laufenden drei Veranstaltungen teilzunehmen, die auf einer geräumigen Fläche einen großzügigen und zumindest kostendeckenden Auftritt erlauben.

Die Orangerie hat das ganze Jahr Saison
Der Neubau der Orangerie ermöglicht seit dem Herbst 2012 einen gut sortierten Adventsmarkt (6 000 Besucher) – die Herbstsaison ging auf diese Weise – witterungsunabhängig – bis kurz vor Weihnachten. Da laut Kundenbefragung nur etwa 15 % der Kunden aus der Stadt Bramsche kommen, schaltet Dr. Igel saisonal großformatige Image-Anzeigen mit den Terminen der Events in wöchentlich erscheinenden Zeitungen in benachbarten Regionen. Der Umkreis für potentielle Kunden bis zu einer Stunde Fahrtdauer (Großraum Osnabrück) wird auf diese Weise abgedeckt.

Die Wirksamkeit der Werbung und die Herkunft der Besucher überprüft Igel durch Fragebögen und Verlosungs-Umfragen (zu gewinnen sind Gutscheine) bei den Veranstaltungen. Gute Resonanz brachte ein Firmenporträt, das der NDR im November 2012 drehte und im Rahmen der „Landpartie“ im Februar 2013 ausstrahlte.

Lesen Sie die ganze Beschreibung der Igel Gartenkultur in der Ausgabe 05/2013 Deutsche Baumschule.