Grüne Branche

Workshop: Ideen für volle Friedhofskassen

Die akute Finanznot der Kommunen und Kirchen macht auch vor den Toren der Friedhöfe nicht halt. Für Friedhofsträger und -verwalter stellt sich damit immer deutlicher die Frage, welche alternativen oder ergänzenden Finanzierungsmodelle rechtlich und praktisch in Betracht kommen, um die klaffenden Haushaltslöcher zu stopfen. 

Eine der erarbeiteten Ideen war, Überhangflächen zu nutzen: Urban Gardening-Beete auf dem Hauptfriedhof Frankfurt, angelegt zum Tag des Friedhofs. Foto: Thomas Herrgen

Der Workshop „Leere Gräber, leere Kassen“ in der Gartenbaufachschule Essen bot den Teilnehmern verschiedene Chancen für Lösungsideen und -wege: Vortragsimpulse zu rechtlichen Implikationen und regulativen Rahmenbedingungen, kollegialer Austausch über Erfahrungen mit innovativen Finanzierungsmodellen sowie kreatives Brainstorming, das Raum für neue Handlungsmöglichkeiten schafft.

Uwe Brinkmann hat die Veranstaltung im Auftrag des Bundesvorstandes des Verbands der Friedhofsverwalter Deutschlands durchgeführt. Die Agentur für Wertedialog und Kommunikationskultur Maßkonzept (Bonn) begleitete das Seminar. Referenten und Moderatoren waren: Martin Heyer, Moderator, Coach, Personal- und Organisationsentwickler und Prof. Dr. Dr. Tade Spranger, Rechtswissenschaftler und Experte zu allen Fragen des Friedhofs- und Bestattungsrechts.

Die von den Teilnehmern erarbeiteten Ideen, wie etwa:

  • Erarbeitung, Implementierung und Bewerbung von Vorsorgeverträgen
  • Öffnung für kulturelle Veranstaltungen
  • Pflegepatenschaften (auch mit Schulen und Kindergärten), zum Beispiel für Ehrendenkmäler

stellen wir Ihnen in der aktuellen TASPO 2/2015 vor. (ts)