Grüne Branche

Xylella: Pflanzenimporte auf Gesundheit prüfen

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Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) warnt vor einem sorglosen Import von Pflanzen. In Belgien waren vergangene Woche drei durch Xylella fastidiosa infizierte Olivenbäume aufgetaucht, die aus Spanien nach Westflandern eingeführt worden waren.

Bei einem Befall durch das Feuerbakterium Xylella fastidiosa droht die Vernichtung des ganzen Baumschul-Bestandes. Foto: Pixabay

Heimische Flora vor Feuerbakterium schützen

Ist Xylella fastidiosa einmal eingeschleppt, müssen befallene Pflanzen vernichtet und in der Umgebung kilometerweite Quarantänezonen eingerichtet werden. „Dies dient der Sicherheit der heimischen Flora vor diesem gefährlichen Pflanzenschädling. Liegen in einem solchen Sperrkreis aber Baumschulen, Gartencenter oder Baumärkte mit Gartenabteilung, werden diese mit einem Verkaufsverbot belegt. Um dies zu vermeiden, müssen alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden“, so BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl.

Xylella fastidiosa: Pflanzenimporte ohne Kontrollen sind unverantwortlich

Gemeinsam mit dem Julius-Kühn-Institut hat der BdB bereits vor zwei Jahren einen Leitfaden für den Umgang mit Hochrisikopflanzen, die von Xylella befallen werden, herausgegeben. „Importe ohne Kontrollen sind unverantwortlich. Die Xylella-Symptome ähneln den normalen Anzeichen eines überaus trockenen Sommers, durch den manche Blätter welk geworden sind. Eine einfache Verwechslung kann großen wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen.“

Der Bund deutscher Baumschulen empfiehlt daher, zu importierende Pflanzen noch im Herkunftsland einem Labortest zu unterziehen, um eine „saubere“ Lieferung zu gewährleisten. „Wir erhoffen uns durch das warnende Beispiel in Belgien eine noch größere Sensibilisierung in allen Betrieben, die mediterrane Pflanzen einführen“, so Guhl.