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Zahl der Baumschulen in Deutschland zurückgegangen

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Knapp 1.540 Baumschulen gibt es aktuell im Bundesgebiet, die eine Gesamtfläche von 17.160 Hektar bewirtschaften, informiert das Statistische Bundesamt (Destatis). Seit der letzten Erhebung vor vier Jahren habe damit sowohl die Zahl der Betriebe (minus 10,4 Prozent), als auch die Anbaufläche (minus 7,8 Prozent) abgenommen.

Der Großteil der von deutschen Baumschulen bewirtschafteten Fläche liegt im Freiland. Foto: Berit Seifert/Pixabay

Baumschulen bewirtschaften im Schnitt je elf Hektar Fläche

Mit rund elf Hektar konstant geblieben ist der Statistik zufolge dagegen die durchschnittlich von jedem Baumschulbetrieb bewirtschaftete Fläche – 98,2 Prozent davon im Freiland, die restlichen 1,8 Prozent in Gewächshäusern oder unter hohen Schutzabdeckungen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sind die meisten Baumschulen in Niedersachsen ansässig: Insgesamt 399 Betriebe führt die Statistik hier auf, bewirtschaftet werden dort mit 4.790 Hektar 27,9 Prozent der gesamtdeutschen Baumschulfläche. Es folgen die Bundesländer Nordrhein-Westfalen mit 289 Betrieben und 3.270 Hektar Fläche sowie Schleswig-Holstein mit 224 Baumschulen und 3.010 Hektar Anbaufläche.

Ziersträucher und Bäume wichtigste Gruppe im Anbauspektrum

Aufgeschlüsselt wird in der aktuellen Erhebung auch, auf wie viel Prozent der Gesamtfläche die verschiedenen Baumschulkulturen – Ziersträucher und Bäume, Heckenpflanzen, Forstpflanzen, Obstgehölze, Rosen und sonstige Kulturen wie beispielsweise Nadelgehölze zur Anzucht von Weihnachtsbäumen – angezogen werden. Den größten Anteil haben demnach mit 43 Prozent der Baumschulfläche im Freiland Ziersträucher und Bäume. Laut Statistischem Bundesamt nutzen dafür aktuell 1.160 Betriebe insgesamt 7.230 Hektar, somit habe sich die genutzte Fläche gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2017 um 9,3 Prozent verringert. Dennoch bleibe die Anzucht von Ziersträuchern und Bäumen vor der Anzucht von Heckenpflanzen mit 2.080 Hektar und der Anzucht von Forstpflanzen mit 2.020 Hektar die mit Abstand wichtigste Gruppe im Anbauspektrum der deutschen Baumschulen, wie das Statistische Bundesamt betont.

Flächen von Jungpflanzen für Forstpflanzungen legen deutlich zu

Den größten Anteil an den Jungpflanzen für Ziersträucher und Bäume habe die Anzucht von Laub- und Nadelbäumen zum Beispiel für Alleen, Straßen und Parks mit 2.930 Hektar (minus 14,4 Prozent gegenüber 2017). Kräftig gewachsen seien seit der letzten Erhebung die Flächen von Jungpflanzen für Forstpflanzungen (plus 10,6 Prozent), während die Flächen zur Anzucht von Heckenpflanzen der Statistik zufolge in den vergangenen vier Jahren nur wenig ausgeweitet wurden (plus 1,6 Prozent).

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