Grüne Branche

Zahlungsansprüche: Baumschulen sollen 50 Euro je Hektar erhalten

Die deutschen Baumobstplantagen und Baumschulen sollen ab nächstem Jahr Zahlungsansprüche in Höhe von 50 Euro je Hektar erhalten. Das sieht nach Informationen des Pressedienstes Agra-Europe ein Gesetzentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums vor, über den das Bundeskabinett Anfang November beschließen wird. Von der Möglichkeit, zur Finanzierung der neuen Zahlungsansprüche die bestehenden Zahlungsansprüche zu kürzen, will das Bundeslandwirtschaftsministerium absehen. Nach dem derzeitigen Stand gebe es in der nationalen Reserve ausreichend finanzielle Mittel, um den zusätzlichen Bedarf zu decken, heißt es in dem Entwurf für ein "Drittes Gesetz zur Änderung des Betriebsprämiendurchführungsgesetzes". Wie alle anderen Zahlungsansprüche sollen auch die Zahlungsansprüche für Obstbaum- und Baumschulflächen ab 2010 schrittweise an den regionalen Durchschnittswert angeglichen werden, was im konkreten Fall eine deutliche Anhebung der Beihilfen bedeutet. Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass der Wettbewerb für die Betreiber von Obstplantagen und Baumschulen rauer zu werden droht. Denn nach der im Juni dieses Jahres beschlossenen Reform der EU-Obst- und Gemüsemarktordnung können Landwirte, die im Jahr 2005 Zahlungsansprüche erhalten haben, die Produktion von Dauerkulturen aufnehmen, ohne dass sie die Aktivierungsmöglichkeit für die Zahlungsansprüche verlieren. Als Referenz für die Festlegung der neuen Zahlungsansprüche sollen in Deutschland die Flächen dienen, die am 15. Mai dieses Jahres als Baum-obstplantagen oder Baumschulen genutzt wurden.