Grüne Branche

Zahlungsunfähig: Geigle hat vorläufige Insolvenz angemeldet

Die Geigle Baumschulen (Nagold) mit mehr als 100 Mitarbeitern mussten am 7. Juni 2004 am Amtsgericht in Tübingen vorläufige Insolvenz anmelden. Starke Umsatzeinbrüche führten nach Aussagen des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Volker Grub (Stuttgart) zu diesem Schritt. Innerhalb der nächsten acht bis zehn Monate soll der Pflanzenbestand ausverkauft und das Unternehmen aufgelöst werden. Betroffen sind die Geigle Baumschulen GmbH (Nagold), die Handel und Vertrieb organisierte, sowie die beiden Produktions-GmbH und Co KGs Albert Wahl (Nagold) und Andreas Wahl GmbH (Reinstedt). Seit 1997 hat sich das Unternehmen laut Dr. Grub durch Restrukturierungsmaßnahmen bemüht, Preisdruck und Preisverfall in der Branche aufzufangen. Wie Thomas Morgenstern, seit einem Jahr kaufmännischer Leiter in der Geigle Unternehmensgruppe, bestätigt, sollen über 70 000 Alleebäume sowie 70 Hektar an Forst- und Solitärpflanzen und Koniferen liquidiert werden. Morgenstern hält es für möglich, dass Flächenbestände als Ganzes verkauft werden. Einbezogen sind die herkunftszertifizierten PrimusRegio-Alleebäume. Ebenso Pflanzen vom bayerischen Standort Mindelheim. Für die eingetragene Marke PrimusRegio könne sich ebenfalls ein Kaufinteressent melden. Zum Verkauf steht auch das Saatgutlager in Nagold.