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Zeckenbiss erfolgreich behandeln und meiden

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Ein Zeckenbiss kann böse Folgen haben. Die bekanntesten übertragenen Krankheiten sind die Frühsommer-Meningitis (FSME) und die Borreliose. Gegen FSME schützt eine Impfung, gegen Borreliose und andere Infektionen kann hingegen nicht vorsorglich geimpft werden. Welche vorsorglichen Gegenmaßnahmen gegen einen Zeckenbiss getroffen werden können, erklärt die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). 

Zecken können mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenkarte entfernt werden. Foto: Fotolia Ste2.0

Körper gründlich nach Zecken absuchen

Zecken halten sich gern im Grünen auf, sogar im eigenen Rasen vor der Haustüre. Alle, die im Freien arbeiten, sollten ihren Körper nach der Arbeit gründlich absuchen. Geschlossene und helle Kleidung hilft bei der Vorbeugung. Auch zuhause lauert die Gefahr. Haustiere werden zu regelrechten „Zeckentaxis“, für Besitzer wird so auch der Zeckenbiss wahrscheinlicher. Deshalb sollten die Mehrbeiner stets vor Beginn der Gartensaison mit Zeckenabwehrmittel behandelt werden. Apotheken bieten solche Mittel auch für Menschen an.

Handlungsmöglichkeiten bei Zeckenbiss

Wer sich trotzdem einem Zeckenbiss ausgesetzt sieht, sollte die Zecke schnellstens mit einer Pinzette, Zeckenzange oder –karte entfernen. Auf keinen Fall darf der Körper zerquetscht werden. Bei sehr kleinen Zecken helfen ein Vergrößerungsglas und eine Taschenlampe. Nach erfolgreichem Entfernen sollte die Einstichstelle mit Desinfektionsmittel oder hochprozentigem Alkohol behandelt werden. Bei Bedarf können Sie die Stelle, an der der Zeckenbiss auftrat, mit einem wasserfesten Stift markieren und so Anzeichen einer Borreliose beobachten. Zu den Symptomen zählt die Wanderröte. Sollte diese auftreten, ist ein Gang zum Arzt unausweichlich. Er entscheidet, ob ein Bluttest nötig ist.

Zeckenbiss und Arbeitsunfähigkeit

Die SVLFG empfiehlt, sich einen während der Arbeit erlittenen Zeckenbiss vom Arzt bestätigen zu lassen. Treten in der Folge Krankheitssymptome auf, übernimmt die Berufsgenossenschaft die Behandlungskosten, wenn der Zeckenbiss als Arbeitsunfall anerkannt wird.