Grüne Branche

Zentralverband Gartenbau resümiert vergangenes Verbandsjahr

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Der Erhalt der Zierpflanzenforschung in Erfurt, die Entwicklung eines Modells zur Risikoausgleichsrücklage oder die Steuerermäßigung bei der Dürreversicherung – das sind nur einige Punkte, für die sich der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in den vergangenen Monaten eingesetzt hat. ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer resümierte auf der nicht-öffentlichen Mitgliederversammlung in Neckarsulm das Verbandsjahr 2018.

ZVG-Generalsekretär Betram Fleischer fasste für die Mitglieder des Zentralverbands Gartenbau noch einmal die Erfolge und Brennpunktthemen des vergangenen Verbandsjahrs zusammen. Foto: ZVG/Steinborn

ZVG setzt Wünsche und Forderungen der Branche um

Mit dem Modell zur Risikoausgleichsrücklage, das der ZVG gemeinsam mit der Gartenbau-Unternehmens-Beratungsgesellschaft (GUB) entwickelt hat, habe der Verband für seine Mitglieder einen wichtigen Baustein zum Risikomanagement geschaffen, erklärte Fleischer. Zu Beginn des Jahres wurde das Modell im Bundestagsausschuss für Landwirtschaft und Ernährung vorgestellt. Ebenfalls angestoßen hatte der ZVG die Entwicklung einer Quarantäneversicherung. Den Betrieben stehen nun zwei Versicherungen zur Verfügung, aus denen die passende gewählt werden kann, erklärte Fleischer.

Als weitere wichtige Punkte, die der Zentralverband Gartenbau für seine Mitglieder erreichen konnte, hob der Generalsekretär die Steuerermäßigung bei der Dürreversicherung von 19 Prozent auf 0,03 Prozent sowie den Baumschulerlass hervor, der die bewährte verwaltungsarme Bewertungsmethode bis 2021 verlängere. Hier ist Fleischer zufolge eine langjährige Forderung der Branche umgesetzt worden.

Grüne Verbände sichern Erhalt des Förderprogramms „Zukunft Stadtgrün“

Ein Erfolg sei unter anderem auch der Erhalt der Zierpflanzenforschung in Erfurt in der neu geschaffenen Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen (FGK) – auch im Hinblick auf die nötige Forschung hinsichtlich der zukünftigen Herausforderungen der Branche wie die Auswirkungen des Klimawandels.

Außerdem verwies Fleischer bei der nicht-öffentlichen Mitgliederversammlung auf das erfolgreiche Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“, das in der Vergangenheit auch auf Druck der grünen Verbände mit jährlich 50 Millionen Euro ausgestattet wurde. Absolut unverständlich sei die Entscheidung des Bundesinnenministeriums, den eigenen Fördertitel abzuschaffen und die Mittel in die allgemeine Stadtförderung zu integrieren. Gemeinsam mit verschiedenen grünen Verbänden habe man sich dafür eingesetzt, das eigenständige Förderprogramm zu erhalten.

Erfolg des Bundesprogramms Energieeffizienz unübersehbar

Besonders hervor hob Fleischer das Bundesprogramm Energieeffizienz, das der ZVG angestoßen und begleitet habe. Der Erfolg des Programms sei unübersehbar, auch als CO2-Reduzierungsmaßnahme, wie der ZVG-Generalsekretär betonte. Regelmäßig seien die Mittel vorfristig ausgeschöpft. Wie bereits in den vergangenen Jahren setze sich der Zentralverband für die Fortführung und Verstetigung des Programmes ein.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftebedarfs verwies der Generalsekretär darüber hinaus auf den erfolgreichen Start der Diskussion zum Berufsbild Gärtner. Hier arbeite der ZVG mit allen Fachgruppen und Fachverbänden konstruktiv zusammen.