Zeppelin schließt 2021 mit 13 Prozent mehr Umsatz ab

Veröffentlichungsdatum: , Marie Schröder

Die Geschäftsführung des Zeppelin Konzerns – von links: Christian Dummler, Alexandra Mebus, Michael Heidemann und Peter Gerstmann – kann auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurückblicken. Foto: Zeppelin

Bei 3,7 Milliarden Euro lag der Umsatz des Zeppelin-Konzerns 2021. Der Baumaschinenriese legte damit im Vergleich zu 2020 um 0,4 Milliarden Euro zu. Die Aussichten für 2022 sind dagegen aufgrund des Ukraine-Krieges gedämpft.

Auftragseingänge entwickelten sich in allen Ländern positiv

„Es ist der höchste Auftragsbestand, den wir je in unseren Büchern hatten“, sagte Peter Gerstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Zeppelin, bei der Vorstellung der Geschäftsergebnisse 2021. Bei der Online-Pressekonferenz Ende März wurde betont, dass sich die Baubranche im vergangenen Jahr in nahezu allen Märkten, in denen Zeppelin als Vertriebs- und Servicepartner des US-amerikanischen Baumaschinenherstellers Caterpillar vertreten ist, schneller von den Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt als erwartet. Die Auftragseingänge entwickelten sich in allen Ländern positiv.

Deutschland macht 40 Prozent des Konzernergebnisses aus

2021 konnte der Gesamtumsatz des Konzerns im Vergleich zu 2020 um 13 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Deutschland macht 40 Prozent des Ergebnisses aus und legte um sieben Prozent zu. „Auch der gesamte Mietbereich hat sich erfreulich entwickelt. Er erzielte 15 Prozent mehr Umsatz“, so Gerstmann. Als Gründe nannte er die guten Marktbedingungen in der Baubranche und die starke Nachfrage nach temporären Infrastruktur- und Verkehrssicherungslösungen.

Ausblick 2022: Ukraine-Krise wird Geschäft erheblich beeinträchtigen

Mit Blick auf die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine ist die Einschätzung: Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen der USA und der EU gegen Russland sowie die Reaktionen von Russland hierauf werden das Geschäft des Konzerns in diesen Ländern erheblich beeinträchtigen. Neben dem Vertrieb und Service beispielsweise der Baumaschinen sind auch laufende Aufträge des Anlagenbaus betroffen. Im Auftragsbestand 2021 befanden sich nicht unerhebliche Aufträge für Russland und die Ukraine. Sollte deren Abwicklung nicht gewährleistet werden können, was heute bereits für Teile absehbar ist, so wird dies erheblichen Einfluss auf den zu erwartenden Umsatz und das Ergebnis für 2022 haben. Generell werden rund 20 Prozent des Zeppelin Geschäftsvolumens in den vom Krieg betroffenen Regionen erwirtschaftet.

Konzern rechnet mit erhöhten öffentlichen Investitionen

Für seine weiteren Vertriebs- und Servicegebiete blickt Zeppelin trotz mangelnder Fachkräfte, gestörter Lieferketten und eines weiteren, zu erwartenden Preisanstiegs zuversichtlicher in die Zukunft. Deutschland und viele weitere Länder stehen vor großen Herausforderungen in Bezug auf den Ausbau und die Sanierung ihrer Infrastruktur, die zudem klimagerecht gestaltet werden soll. Es wird mit erhöhten öffentlichen Investitionen gerechnet, die die Nachfrage nach Produkten und Service für die Baubranche weiter beleben. Aber auch hier ließen sich die Einflüsse des Krieges nicht abschätzen. Der Konzern geht davon aus, dass das Wachstum nicht in der erwarteten Höhe ausfallen wird.