Grüne Branche

Zertifizierungsgemeinschaft gebietseigener Gehölze: gesetzliche Mindestanforderungen erfüllt

Die Zertifizierungsgemeinschaft gebietseigener Gehölze (ZgG) – ein Zusammenschluss von Baumschulen, die gebietseigene Gehölze produzieren und handeln – erfüllt alle vom Bundesumweltministerium geforderten Mindestanforderungen für den Handel und die Produktion, informiert der Bund deutscher Baumschulen (BdB). 

Auf Grundlage des § 40 Absatz 4 im BNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz) fordert der Gesetzgeber, dass in der freien Natur keine gebietsfremden Arten ausgebracht werden dürfen. Mit der Folge, dass die Gehölzarten, die für die freie Natur vorgesehen sind, künftig nachweislich gebietseigen sein und einem der sechs definierten Vorkommensgebiete zugeordnet werden müssen.

„Die Produzenten, Händler und Abnehmer gebietseigener Gehölze fordern hier ein Höchstmaß an Sicherheit, dem wir über die Zertifizierung der Baumschule durch die ZgG entsprechen“, sagt Niels Sommer, verantwortlich für alle Belange der ZgG im BdB. „Etwa 40 Betriebe nehmen bereits an dem System der ZgG teil und entsprechen somit den hohen Anforderungen des Marktes.“ Dazu gehört auch, dass die jeweilige Zertifizierungsstelle bei der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) akkreditiert sein muss. Die Mindestanforderungen können auf der Webseite der ZgG abgerufen werden.

Das der ZgG zugrunde liegende Zertifizierungsschema für die teilnehmenden Betriebe wurde in Gremien des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) entwickelt. Grundlage ist der Leitfaden zur Verwendung gebietseigener Gehölze, herausgegeben vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Der BdB hat die Bund deutscher Baumschulen – Servicegesellschaft (BSG) mit der Umsetzung der Zertifizierung gebietseigener Gehölze beauftragt.