Grüne Branche

Ziel: Direkt vor Ort sein

Javo mit neuer Niederlassung - Kundendistanz war Schwachstelle
Zur Baumschultechnikmesse im August wurde es bekannt gegeben: Die niederländische Firma Javo bv. hat mit der Javo GmbH eine eigene Niederlassung in Deutschland gegründet, die seitdem sämtliche Aktivitäten im deutschen Markt übernommen hat und lenkt.

Konzipiert hat dieses Projekt Wirtschaftsberater Henk Notté, der im Gespräch in Thiensen das neue Konzept erläuterte: Mit der neuen Niederlassung hat die Javo-Gruppe nach den Niederlanden und Nordamerika einen dritten Standort, und zwar in Seevetal-Meckelfeld (Niedersachsen). Dieser Standort ist günstig gelegen zwischen den beiden Baumschulzentren Ammerland und Kreis Pinneberg.
Ein eigenes Team kümmert sich um die spezifischen deutschen Ansprüche, wobei Javo natürlich nicht nur für den Baumschulbereich Topfmaschinen, Tray-Automaten, Erd- und Robotersysteme entwickelt und produziert, sondern auch für alle anderen gartenbaulichen Sparten, in denen es um Topf- und Containerkulturen geht, und zwar bundesweit.

Um den Service zu optimieren, wird gemeinsam mit Servicepartnern ein bundesweites, flächendeckendes Netzwerk aufgebaut. Im Bedarfsfall soll somit in kürzester Zeit jemand vor Ort zur Stelle sein. Henk Notté, Initiator des neuen Konzept, wurde von Javo engagiert, weil das Unternehmen genau in den Bereichen Vertrieb, direkter Kundenkontakt und Service-Bereich Verbesserungsbedarf sah.  Noch mindestens bis Ende des Jahres 2012 fungiert er als Interims General Manager und baut die Javo GmbH Deutschland auf.

Am Anfang des Prozesses stand die Analyse des Ist-Zustandes, auf der das neue Konzept basiert, das die Marktposition von Javo in Deutschland stärken soll. Zu den Schwachstellen gehörte die große Distanz zwischen dem Vertrieb in der Zentrale in den Niederlanden und dem Kunden. Oft waren viele Personen in die Kontaktkette involviert. Jetzt gibt es vom Erstkontakt bis zur Langzeitbetreuung nur einen Ansprechpartner für den Kunden. Der deutsche Außendienst ist allerdings nicht für die Installation der Maschinen zuständig. Die erfolgt künftig über ein Netz an Servicepartnern, das inzwischen bundesweit und flächendeckend aufgebaut wurde.

Der Service läuft mehrgleisig:
1. Regional: Die Ersatzteile liegen bei den Servicepartnern direkt vor Ort, und zwar abgestimmt auf die Maschinen bei den Kunden in ihrem Zuständigkeitsbereich. Zum Service-Konzept gehört, wie Notté betont, das Partnerschaftsprinzip, das ein großes Interesse an den Mitarbeitern aller beteiligten Unternehmen beinhalte.

2. Deutschlandweit: Für den Vertrieb und primäre Kundenkontakte in Deutschland ist die Javo GmbH in Meckelfeld zuständig. Diese prüft jedoch bei einem Anruf sofort, von wo aus dieser erfolgt, um den nächst gelegenen Regional-Servicepartner oder Außendienstmitarbeiter herauszufinden und den Anrufer dann - je nach Problem- und Fragestellung – an diesen weiterzuleiten.

3. International: Kopf ist und bleibt die Mutterzentrale in Noordwijkerhout in der Provinz Südholland.

Eine weitere Service-Verbesserung des Unternehmens ist JavoNet. Wichtig dabei ist, dass jede der in den letzten 28 Jahren ausgelieferten Maschinen eine eigene Seriennummer hat. Diese Nummer ist gewissermaßen der persönliche Zugangscode jedes Käufers zu den spezifischen Informationen seiner eigenen Maschine.

Den ausführlichen Artikel finden Sie in Ausgabe 12/ 2012 Deutsche Baumschule.