Grüne Branche

Zierpflanzen in Osteuropa: Studierende untersuchten Marktchancen

Vier Studierende des Studienganges Agribusiness der Hochschule Rhein-Waal analysieren die Marktchancen für den niederrheinischen Gartenbau in Osteuropa.

Spannende, vielfältige und internationale Tätigkeit im Agribusiness-Sektor. Werkfoto

Dies ist ein Beratungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Dietrich Darr, Professor für Agribusiness an der Hochschule Rhein-Waal, im Auftrag des Zierpflanzenvermarkters Gasa Germany.

Studierende des fünften Semesters des Bachelorstudienganges Agribusiness analysierten die Marktchancen von Zierpflanzen in verschiedenen osteuropäischen Märkten. In Osteuropa führe Wirtschaftswachstum und ein steigender Lebensstandard zu einer wachsenden Nachfrage nach hochwertigen Pflanzen. Dies stelle eine große Chance für den Gartenbau am Niederrhein dar. In diese Märkte wolle man deshalb expandieren, argumentiert die Gasa Germany (Kevelaer), die die Projektarbeit in weiten Teilen begleitet hat.

Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Struktur der Zierpflanzenmärkte in den einzelnen Ländern Osteuropas unterscheiden sich jedoch teilweise dramatisch. Die Studierenden der Hochschule Rhein-Waal hatten die Aufgabe herauszufinden, welche Länder möglichst gute Erfolgsaussichten für einen Markteintritt von Gasa Germany bieten.

Dafür sichteten sie in einem ersten Schritt öffentlich zugängliche Daten, wie Wirtschaftsstatistiken und Angaben zur politischen Stabilität der einzelnen Länder. Sehr schnell sei klar geworden, dass die geschäftlichen Risiken in den östlichen EU-Mitgliedsstaaten um ein Vielfaches geringer sind als in Ländern wie Weißrussland oder der Ukraine, sagt Regina Willems, eine am Projekt beteiligte Studierende.

Um mehr über die Besonderheiten des Zierpflanzenmarktes in den osteuropäischen Ländern herauszufinden, wurden in einem zweiten Schritt Studierende der Hochschule Rhein-Waal aus diesen Ländern befragt. Daraus erschloss sich, dass Zierpflanzen in Osteuropa oft noch im Straßenverkauf vermarktet werden und die Zahl der Blumenläden, Gartencenter oder Baumärkte noch recht unbedeutend sei. Ebenso wurden Handelsstatistiken ausgewertet, um vielversprechende Wachstumssegmente zu identifizieren.

Letztendlich ergab die Analyse der Studierenden, dass Polen und die Tschechische Republik dem Vermarkter die besten Rahmenbedingungen für einen Markteintritt bieten. Die Arbeit im Projekt sei teilweise recht anstrengend gewesen, aber sie hätten viel gelernt. Vor allem hätten sie wieder einmal erlebt, wie spannend, vielfältig und international eine Tätigkeit im Agribusiness-Sektor sei, so Willems. (ts/fri)

Mehr Informationen unter www.hochschule-rhein-waal.de